Anzeige
Anzeige
9. Mai 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DIW: Immobilienpreise sinken seit 1974

Die realen Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt entwickeln sich seit 30 Jahren fast ununterbrochen rückläufig. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Sitz in Berlin. Das DIW äußert in seiner Mitteilung Bedenken an der Eignung von Immobilien als Anlage zur Altersvorsorge.

Ausschlaggebend für die negative Preisentwicklung waren laut der Studie in erster Linie die im Vergleich mit anderen Industriestaaten wenig gewachsenen Pro-Kopf-Einkommen. Als weitere Ursachen nennt das Institut den Bevölkerungsrückgang und den hohen Urbanisierungsgrad.

Allerdings sieht das DIW vor dem Hintergrund der US-Subprimekrise eine positive Wirkung für den deutschen Markt: “Stagnierende Immobilienpreise können einen stabilisierenden Effekt auf die Inflation haben”, so DIW-Konjunkturexperte Konstantin Kholodilin. Daher seien spekulative Blasen in den kommenden Jahren nicht zu befürchten. Allerdings ist die deutsche Wirtschaft den Effekten von Übertreibungen in anderen Märkten ausgesetzt, so der Experte weiter. Solche hat das Institut beispielsweise in Großbritannien ausgemacht, wo die Immobilienpreise stark übersteigert wären.

Der verbreiteten These von der Immobilie als langfristig sicherer und solider Geldanlage steht Kholodilin indes skeptisch gegenüber: “Bei den schwachen Wachstumsperspektiven für Deutschland ist die Investition in eine Immobilie nicht immer die beste Form der Altersvorsorge.”

Das DIW hat die statistischen Werte von 14 OECD-Ländern untersucht. Die verwendeten Daten stammen von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, den Zentralbanken sowie den statistischen Ämtern und kommerziellen Quellen. Neben Deutschland schnitten auch Kanada, Japan und die Schweiz mit Preisentwicklungen unterhalb der Inflationsrate schlecht in der Erhebung ab.

Als wichtigsten Einflussfaktor der Immobilienpreise sieht das DIW das real verfügbare Einkommen, da die Nachfrage nach Wohnraum damit proportional steige. (hb)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ratingwissen-Tag: “Plausibilitätsprüfung nicht erforderlich”

Plausibilitätsprüfung und Vertriebsregulierung durch die EU-Richtlinie MiFID II zählten zu den Themen auf dem „15. Fondsrating-Tag/3. Assetmanagement-Tag“ des Veranstalters Ratingwissen am Mittwoch – mit einigen überraschenden Statements.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...