Anzeige
24. April 2013, 15:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmärkte: Euro-Krisenländer bieten wieder Chancen

Die Märkte für Gewerbeimmobilien in Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien mussten in den vergangenen Jahren Wertkorrekturen verkraften. Nach einer aktuellen Studie der Patrizia Immobilien AG steigt ihre Attraktivität wieder.

Patrizia Immobilien AG

Dublin: gute Investitionschancen

Die sogenannten PIIGS-Staaten bieten institutionellen Investoren mit Value-Add-Strategie wieder Chancen am Immobilienmarkt, so die Analyse. “Die weitgehend abgeschlossenen Wertkorrekturen auf den Gewerbeimmobilienmärkten sowie die niedrige Bautätigkeit im Bürosektor machen einige PIIGS-Standorte wie Dublin bereits heute erneut attraktiv für Investoren”, erläutert Dr. Marcus Cieleback, Autor der Studie und Leiter Research bei der Patrizia Immobilien AG.

Seit Beginn der Eurokrise hätten viele Investoren diese Staaten gemieden, da aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage und ihrer hohen Verschuldung das Verlustrisiko zu hoch erschien. Aufgrund des großen politischen und finanziellen Einsatzes sei die Gefahr des Auseinanderbrechens der Eurozone jedoch vorerst gebannt. Während sich die Renditen auf den Kapitalmärkten der PIIGS-Staaten inzwischen denen der restlichen Eurozone wieder annäherten, ist auf den Immobilienmärkten noch keine Verringerung der Renditedifferenz zu beobachten, so Patrizia. “Das hat wenig mit der fundamentalen Entwicklung der Immobilienmärkte zu tun, sondern mehr mit einer falschen Preisvorstellung infolge subjektiver und emotionaler Faktoren. Viele institutionelle Investoren verpassen damit Chancen”, betont Cieleback.

Bereits Engpässe bei hochwertigen Objekten

Denn vor allem in Irland und Spanien habe es deutliche Wertkorrekturen gegeben. Gleichzeitig sei die Neubautätigkeit für Büroflächen nahezu zum Stillstand gekommen und liege bei deutlich weniger als einem Prozent des Bestands. “Zwar erreichen die Leerstandraten noch historische Rekordhöhen, aber der Leerstand besteht vor allem in veralteten Gebäuden oder an schlechten Standorten. Bei zeitgemäßen, modernen Flächen in guten Lagen kommt es in einigen PIIGS-Märkten schon wieder zu Engpässen”, berichtet Cieleback. Im Bereich High-Street-Einzelhandel habe die Vergangenheit gezeigt, dass sich Flächennachfrage und Mieten an den Top-Standorten weitgehend unabhängig von der wirtschaftlichen Lage entwickelten.

Zur besseren Einschätzung der Investmentperspektiven der Märkte ist es nach Aussage von Patrizia sinnvoll, die wirtschaftliche Abhängigkeit der untersuchten Staaten näher zu betrachten: Irland und der Büro- und Einzelhandelsmarkt Dublin seien viel weniger von den Entwicklungen in der Euro-Zone abhängig als Italien, Spanien und Portugal. “Madrid, Mailand und Lissabon sind daher eher für risikoaffine Investoren interessant, während der Gewerbeimmobilienmarkt Dublin ab der zweiten Jahreshälfte 2014 in zunehmendem Maße traditionelle Core-Investoren anziehen dürfte”, fasst Cieleback zusammen.

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Renten sollen um 1,9 (West) und 3,6 Prozent (Ost) steigen

Die Renten in Deutschland sollen Mitte des Jahres um 1,9 Prozent im Westen und 3,6 Prozent im Osten steigen. Das teilte das Bundessozialministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West. Bisher lag er bei 94,1 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeimmobilien: US-Notenbanker warnt vor Übertreibungen

Paul Rosengreen, Chef der Notenbank von Boston, hat davor gewarnt, dass der Markt für Gewerbeimmobilien mögliche wirtschaftliche Probleme verstärken könnte.

mehr ...

Investmentfonds

Legg Mason legt neuen High-Yield-Fonds für Instis auf

In Deutschland haben viele Anleger immer noch stark mit den negativen Realzinsen zu kämpfen. Legg Mason will von diesem Trend profitieren und bietet ein Fonds, der in hochverzinsliche Wertpapiere anlegt, für professionelle Investoren an.

mehr ...

Berater

DVAG, MLP & Co.: Mehr Frauenpower im Finanzvertrieb

In der Finanz- und Versicherungsberatung sind Frauen immer noch in der Minderheit. Und das, obwohl die Beratertätigkeit heute schon gender-neutrale Vergütungs- und Entwicklungschancen bietet.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

Koalition entschärft Präventionsgesetz gegen Immobilienblase

Die große Koalition reagiert auf Kritik aus den Reihen der Kredit- und Wohnungswirtschaft: Der Finanzaufsicht Bafin werden weniger Instrumente als geplant zur Verfügung stehen, um gegen eine drohende Immobilienblase vorzugehen.

mehr ...