Anzeige
Anzeige
23. Oktober 2015, 07:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche halten an Bargeld fest

Ungeachtet vieler Möglichkeiten ihre Einkäufe mit elektronischen Bankkarten und neuerdings auch digitalen Geldbörsen zu erledigen, bezahlen viele Bundesbürger im Alltag weiter lieber mit Bargeld.

Geldb Rse in Deutsche halten an Bargeld fest

Deutsche lieben Bargeld beim Bezahlen.

Nur jeder Dritte (32Prozent) kann sich zudem vorstellen, in Zukunft einmal ganz auf Bargeld zu verzichten. Das klassische Portemonnaie voreilig totzusagen, erscheint daher wirklichkeitsfern und deutlich verfrüht. Im Gegenteil: neueste Bezahlverfahren via Handy und “Wallet App” kämpfen in Deutschland trotz wachsender Bekanntheit weiterhin mit erheblicher Skepsis. Das Szenario einer weitgehenden Virtualisierung des Geldes und das Verschwinden haptischen Bezahlens bleibt Zukunftsmusik. Dies zeigt der aktuelle “Trendmonitor Finanzdienstleistungen 2015” des Marktforschungsinstituts Nordlight Research.

Veränderungen im Bezahlverhalten nur in engen Grenzen

“Bargeld vermittelt in unmittelbar greifbarer Weise persönliche Autonomie und ist in seiner Bedeutung kulturell und psychisch tief verwurzelt”, sagt Dr. Torsten Melles, Geschäftsführer bei Nordlight Research. “Veränderungen im Bezahlverhalten vollziehen sich daher nur schrittweise und in engen Grenzen. So bequem und sicher die fortschreitende Entgegenständlichung des Geldes auch sein mag, hat diese doch auch eine wichtige Kehrseite, indem sie das elementare Erleben spürbaren ´Habens´ und “Besitzens” schwächt und diffuse Verlustängste aktivieren kann.”

Mehrheit nutzt Mix unterschiedlicher Bezahlformen

Die große Mehrheit der Bundesbürger (66 Prozent) praktiziert im Alltag Mischformen aus “überwiegendem Barzahlen” (30 Prozent) und gleichgewichtetem “Zahlen mit Bargeld und elektronischen Zahlungsmitteln” (36 Prozent). Der Anteil “reiner Barzahler” (13 Prozent) sowie “überwiegend elektronischer Zahler” (20 Prozent) ist hingegen vergleichsweise gering.

“Wallet Apps” bleiben Nischenprodukt

Trotz eines signifikanten Anstiegs der Bekanntheit von “Wallet Apps” (digitale Geldbörse via Handy und NFC) auf aktuell 32 Prozent (2014: 19 Prozent), nutzen diese neue Bezahlform bisher nur etwa zwei Prozent aller Bundesbürger; mit nur leicht steigender Tendenz. Die Mehrheit lehnt das Konzept – wie schon 2014 – als weitgehend unattraktiv ab.

Dem Bezahlmodell “Wallet App” in Deutschland zu einem gewissen Durchbruch zu verhelfen, trauen die Bundesbürger am ehesten den IT-Giganten Google (29 Prozent) und Apple (25 Prozent) zu sowie der Deutschen Telekom (16 Prozent). Jeder Zweite (50 Prozent) gibt dem Bezahlen per Handy in Deutschland derzeit jedoch keine nennenswerte Chance. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

DFV feiert Zehnjähriges

Mit einem Festakt in der Alten Oper in Frankfurt am Main hat die DFV Deutsche Familienversicherung ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gratulierte Unternehmenschef Dr. Stefan M. Knoll und der Belegschaft und würdigte die unternehmerische Leistung und Weitsicht der Gründer.

mehr ...

Immobilien

Europace: Transaktionsvolumen wächst zweistellig

Das Transaktionsvolumen des Marktplatzes Europace ist im ersten Quartal 2017 nach Angaben des Unternehmens zweistellig gewachsen. Die Teilmarktplätze für Regionalbanken, Genopace und Finmas, bauten ihren Anteil an der technologiebasierten Baufinanzierung mit zweistelligen Wachstumsraten aus.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche AM sieht Unsicherheit vor der Frankreich-Wahl

Am Sonntag startet der erste Urnengang bei der Präsidentenwahl in Frankreich. Aktuell sind die Märkte deutlich verunsichert über den Ausgang des Votums. Von Bedeutung ist Frankreich mit Sicherheit, da die Wirtschaft nach Deutschland eine führende Rolle in der Europäischen Union einnimmt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Schiffsfonds-Prospektklage: Pool-Details nicht erforderlich

Wird ein Fondsschiff in einem Pool mit anderen Frachtern beschäftigt und der Anleger über die damit verbundenen grundsätzlichen Risiken korrekt aufgeklärt, sind im Fondsprospekt Details zu den anderen Pool-Schiffen nicht erforderlich.

mehr ...

Recht

Ausgleichsanspruch: LV-Kapitalzahlung keine “Einkunft aus Gewerbebetrieb”

Sollen Leistungen aus einer Lebensversicherung an die Stelle eines Ausgleichsanspruchs treten, darf die LV-Kapitalzahlung nicht den Einkünften aus Gewerbebetrieb zugeordnet werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil.

mehr ...