14. Dezember 2015, 16:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lombardium wehrt sich gegen Bafin-Verfügung

Das auch mit Anlegergeld finanzierte Pfandleihhaus Lombardium Hamburg will eine Verfügung der Finanzaufsicht Bafin nicht kampflos hinnehmen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hatte der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG vor einer Woche unerlaubte Kreditgeschäfte untersagt und deren Abwicklung angeordnet.

Lombardium

Das Pfandleihhaus Lombardium wehrt sich gegen eine Verfügung der Bafin.

Gleichzeitig stellte die Fidentum GmbH, deren Fonds das Pfandleihhaus über zwei Beteiligungsgesellschaften mit Kapital ausgestattet haben, Insolvenzantrag.

Stellungnahme von Lars Wüstemann

Gegen die Bafin-Verfügung sei bereits Widerspruch eingelegt worden, berichtet auf Nachfrage nun Fidentum-Chef Lars Wüstemann in seiner Funktion als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft LombardClassic 3 GmbH & Co. KG .

“Im nächsten Schritt wird einstweiliger Rechtsschutz beantragt, um die sofortige Vollziehung der Anordnung auszusetzen”, kündigt er an.

Anders als vielfach offenbar angenommen, bezieht sich die Abwicklungsanordnung weder auf Lombardium selbst, noch hat die Bafin das gesamte Geschäft untersagt. Vielmehr umfasst die Verfügung nur die Beleihung von Inhabergrundschuldbriefen und Inhaberaktien.

Nur ein Teil des Geschäfts betroffen

Das klassische Pfandleihgeschäft mit hochwertigen Gegenständen wie Oldtimern, Gemälden oder Schmuck ist hingegen von der Bafin-Anordnung nicht betroffen. Laut Wüstemann machten die untersagten Geschäfte etwa ein Drittel des Geschäftsvolumens aus.

Er verweist unter anderem auf ein Urteil des OLG Hamburg, das in der Tat zu dem Schluss kommt, dass jedenfalls die “Inpfandnahme von Inhabergrundschuldbriefen” keine Erlaubnis der Bafin nach dem Kreditwesengesetz (KWG) erfordert, sondern von der Gewerbeerlaubnis Lombardiums als Pfandleiher umfasst ist (Az 15 U 7/14).

Seite zwei: Pfänder durch Treuhänder gesichert

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Stuttgarter: Digitalisierung schreitet voran

Die Stuttgarter bietet ihren Geschäftspartnern ab sofort einen vollständig elektronischen Antragsprozess: den eAntrag mit eSignatur. Vermittler sollen damit Anträge schnell und komfortabel unterschreiben und einreichen können.

mehr ...

Immobilien

BGH: Bausparkassen dürfen gut verzinste Altverträge kündigen

Bausparer haben keine Chance, sich gegen die Kündigung eines alten Bausparvertrags mit hohen Zinsen zu wehren. Einen solchen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe.

mehr ...

Investmentfonds

Pross: “Ergebnis der Fondsbranche ist mehr als respektabel”

Das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen ist in 2016 gestiegen. Das Neugeschäft konnte indes nicht überzeugen, wie die aktuellen Zahlen des Fondsverbandes BVI insbesondere für den Retail-Markt belegen.

mehr ...

Berater

Schenkungssteuer: Vorsicht bei Vermögenstransfers

Verheiratete Führungskräfte müssen aufpassen. Vermögenstransfers können unerwartet Schenkungsteuer auslösen. Die aktuelle Rechtsprechung erhöht den Handlungsdruck. Welche Steuerfallen drohen und wie sie sich umgehen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG aus Leipzig hat das etwa 47.000 Quadratmeter große Multi-Tenant-Objekt „Union Center“ im Zentrum Saarbrückens erworben – schon die vierte Transaktion innerhalb von nur drei Wochen.

mehr ...

Recht

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...