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13. August 2007, 00:00
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Franke und Bornberg nehmen Basisrenten unter die Lupe

Das Hannoversche Analyseunternehmen Franke und Bornberg hat erstmalig die Versicherungsprodukte der so genannten Rürup- oder Basisrente analysiert und verglichen. Die genaue Analyse der über 100 unterschiedlichen Tarife brachte nach Angaben von Franke und Bornberg große Unterschiede im Leistungsspektrum hervor. Bestnoten bei den Klassik-Tarifen verdienten sich die Allianz LV AG, die Hannoversche LV, die Stuttgarter LV a.G., die VHV LV AG sowie die Zürich Deutscher Herold LV AG. Bei den fondsgebundenen Tarifen schnitten die Allianz AG, die Alte Leipziger LV a.G., Prisma Life AG, Stuttgarter LV AG, Volksfürsorge Deutsche LV AG sowie die Zürich Deutscher Herold LV AG am Besten ab.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Analyse auf die Flexibilität der Tarife und die Nachhaltigkeit der Garantien gelegt. So wurde untersucht, ob sich das Produkt an veränderte Lebensumstände anpassen lässt, etwa nach einer Heirat, der Geburt eines Kindes oder dem Erwerb einer Immobilie. Ferner wurde geprüft, ob die Qualität der Vorsorge auch bei kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten erhalten bleibt, beispielsweise bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit.

?Immer mehr Produkte bieten zwar genau dafür eine Absicherung, allerdings muss man häufig umfangreiche Voraussetzungen erfüllen oder die Regelungen werden nicht nachhaltig festgeschrieben?, sagt Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter bei Franke und Bornberg.

Auch die möglichen Zuzahlungsvarianten als Indikator für die Flexibilität eines Tarifs wurden genau analysiert. Schließlich kann beispielsweise ein Selbständiger, der seine Gewinnsituation noch nicht exakt abschätzen kann, über flexible Zuzahlungen seine steuerlichen Spielräume voll ausnutzen. Starre Zuzahlungsbedingungen wurden negativ bewertet.

Darüber hinaus wurde die Nachhaltigkeit der Garantien auf den Prüfstand gestellt: Positiv bewertet wurden Anbieter, die einen festen Rentenbetrag oder -faktor garantieren und sich zudem verpflichten, bei Rentenbeginn zu überprüfen, ob die dann gültigen Rechnungsgrundlagen sogar noch eine höhere Rente ergeben könnten. Daneben gebe es aber auch Versicherer, die zwar einen festen Rentenbetrag zusichern, diese Zusicherung aber über verschiedene Maßnahmen wieder verwässern, so Franke und Bornberg.

Dazu zählt die Kürzung der Überschussbeteiligung: An sich ist das nichts Besonderes, denn Beteiligungszusagen sind ohnehin meist unverbindlich. Da es aber gleichzeitig Anbieter gibt, die zusichern, rund 70 Prozent der Überschüsse in Form einer Schlussüberschussbeteiligung direkt an den Versicherten weiterzugeben, unterscheiden sich die Produkte auf der Leistungsseite erheblich. Am anderen Ende des Spektrums gibt es Anbieter, die keinerlei Garantien aussprechen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt nach Ansicht der Rater der Wahl des passenden Tarifs: ?Gerade im Bereich der garantierten Leistungen sind die Formulierungen im Kleingedruckten manchmal schwammig und irreführend,? erklärt Michael Franke. So suggerierten manche Anbieter die Absicherung einer lebenslangen Rente schon bei Abschluss des Vertrages. Tatsächlich aber verberge sich dahinter bei genauerer Betrachtung lediglich eine garantierte Rückzahlung der Beiträge. ?Mit unserem Rating haben wir hier für Klarheit und Transparenz gesorgt?, so Franke, ?und geben damit Vermittlern und Verbrauchern eine wichtige Orientierungshilfe an die Hand.? (dr)

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