Anzeige
Anzeige
29. April 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lebensversicherer zahlen immer weniger

Während die Ablaufrendite deutscher Kapitallebensversicherungen vor zehn Jahren noch 6,17 Prozent betrug, liegt sie in diesem Jahr im Marktdurchschnitt nur noch bei 5,45 Prozent.
Das ist das Ergebnis der regelmäßigen Studie des Map-Reports, Artlenburg. Dabei wurde untersucht, wie viel eine Kapitallebensversicherung bei 30 Jahren Laufzeit und 1.200 Euro jährlicher Besparung auszahlt. Das sind in 2008 lediglich knapp 90.800 Euro gegenüber 103.000 Euro zu Beginn des Jahrhunderts, so die Studie.

Mit kürzerer Laufzeit sinken laut Map-Report auch die erzielten Ablaufrenditen: Bei 20 Jahren wird nur noch mit 5,04 Prozent verzinst und auf zwölf Jahre gerechnet sogar nur noch mit 3,84 Prozent.

Allerdings sind in den Beiträgen auch die Anteile für die Todesfallleistung eingerechnet. Ohne diesen Effekt beträgt die Rendite auf den Sparanteil durchschnittlich immerhin 6,35 Prozent auf 30 Jahre, so das Analysehaus. Bei 20 jähriger Laufzeit sind es noch 5,62 Prozent beziehungsweise 4,40 Prozent bei zwölf Jahren.

Die höchste Beitragsrendite bei dreißigjähriger Versicherungsdauer zahlt die Koblenzer Debeka mit 6,64 Prozent. Das entspricht einer Ablaufleistung von 113.281 Euro und somit einem Plus von über 20.000 Euro gegenüber dem Markt. Es folgen die HUK-Coburg mit 104.368 Euro Auszahlung beziehungsweise 6,20 Prozent Rendite und die Karlsruher Versicherung mit 6,05 Prozent respektive 101.545 Euro. Auf den weiteren Plätzen rangieren die Neue Leben, Hamburg, und die Süddeutsche, Fellbach. Branchenführer Allianz, München, findet sich an sechster Stelle wieder.

Den Hintergrund für die immer weiter fallenden Ablaufleistungen sieht der Map-Report in der aktuellen Finanzkrise und dem Wirtschaftsgebahren der USA. Die Vereinigten Staaten lebten seit Jahrzehnten über ihren Verhältnissen. Kurz vor Ausbruch der Bankenkrise habe sich die Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere in Deutschland auf fast 4,8 Prozent erholt. ?Als dann die US-Notenbank den Finanzmarkt mit hunderten Millionen Dollar überschwemmte, stürzten auch die deutschen Zinsen wieder weit unter die Vier-Prozent-Marke?, so Manfred Poweleit, einer der Autoren des Map-Reports. So müssten Sparer und Lebensversicherte weltweit für den amerikanischen Konsumrausch mit niedrigen Zinsen bezahlen. (mo)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...