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28. Juni 2011, 15:57
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Krankenkassen: Bundesbürger erwarten Einschnitte

79 Prozent der Deutschen meinen einer TNS-Infratest-Umfrage zufolge, alles in allem gut abgesichert zu sein, wenn es um Krankenversicherungsschutz geht. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass mittlerweile knapp 70 Prozent davon ausgehen, dass die gesetzlichen Krankenkassen künftig immer weniger Leistungen übernehmen.

Sparschwein-Krankenkasse-127x150 in Krankenkassen: Bundesbürger erwarten Einschnitte Der Anteil der Bundesbürger, die annehmen, dass Versicherte in Zukunft mehr Kosten selbst tragen müssen, ist damit deutlich angestiegen. Vor sieben Jahren äußerten diese Befürchtung 45 Prozent der Befragten.

Inzwischen sind auch nur noch 42 Prozent davon überzeugt, mit der gesetzlichen Krankenversicherung einen ausreichenden Versicherungsschutz zu besitzen. 2004 war immerhin noch eine Mehrheit von 56 Prozent mit der gesetzlichen Absicherung zufrieden.

“Für die privaten Krankenversicherer bietet diese Ausgangssituation ein großes Potenzial”, so Manfred Kreileder, Prokurist und Leiter der Versicherungsmarktforschung bei TNS Infratest. 38 Prozent der deutschen Bevölkerung stimmen mittlerweile der Einschätzung zu, dass zukünftig die Eigenvorsorge zunehmen wird und nur eine private Krankenversicherung ausreichenden Krankenversicherungsschutz bieten kann.

Das Interesse an den Angeboten zur Ergänzung des gesetzlichen Krankenversicherungsschutzes ist den Meinungsforschern zufolge groß. Zahnärztliche Zusatzversicherungen haben dabei das größte Potenzial. Etwa die Hälfte der Befragten zeigt Interesse an solchen Angeboten.

Bei stationären Behandlungen stehen vor allem die Kostenübernahme bei ambulanten Behandlungen (46 Prozent), Krankenhausaufenthalt im Zwei-Bettzimmer (39 Prozent) und das Krankenhaustagegeld (34 Prozent) im Vordergrund des Interesses. “Eigenverantwortung und -initiative bei der Gesundheitsversorgung sind also gefragt und immer mehr Bundesbürger erkennen dies”, stellt Kreileder fest.

Die TNS Infratest Finanzforschung hat im Rahmen einer Studie zum deutschen Gesundheitswesen insgesamt 2.075 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren in persönlich-mündlichen Interviews zum Thema Krankenversicherung befragt. (hb)

Foto: Shutterstock

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