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10. August 2011, 13:35
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Studie: Junge Familien in der Beratung vernachlässigt

Junge Familien sind für Finanzdienstleister eine hochattraktive Zielgruppe. Doch sie werden teilweise vernachlässigt. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie des Marktforschers Heute und Morgen.

Dabei sind für 81 Prozent der 300 befragten elterlichen Entscheider im Alter von 20 bis 40 Jahren mit zumindest einem unter 6-jährigen Kind, die Themen Absicherung und Vorsorge nach der Geburt ihrer Kinder deutlich wichtiger geworden (siehe Grafik). Die Gründe: elterliche Fürsorge und schwindendes Vertrauen in die sozialstaatlichen Sicherungssysteme.

82 Prozent der jungen Familien schließen deshalb – vornehmlich im ersten Jahr nach der Geburt – speziell für das Kind oder für sich und die ganze Familie Versicherungen und Anlageprodukte neu ab oder erweitern deren Umfang.

Studie-Junge-Familien in Studie: Junge Familien in der Beratung vernachlässigt

Im Mittelpunkt stünden dabei vor allem die Gesundheit des Kindes, die Bildung kindbezogener finanzieller Rücklagen und die Absicherung der gesamten Familie. Derzeit würden im Rahmen der Familiengründung durchschnittlich vier neue Finanzdienstleistungsprodukte abgeschlossen beziehungsweise hinsichtlich ihres Umfangs erweitert.

Die am häufigsten abgeschlossenen Kinder-Versicherungen sind neben der Unfallversicherung private Haftpflicht- und Krankenzusatzversicherungen. Bei den Bankprodukten für den Nachwuchs stehen Sparbücher und Sparbriefe an der Spitze. Spürbares Interesse bestehe zudem an Kombi-Produkten und Familienversicherungs-Paketen.

Grundsätzlich zeige sich, so die Studie, dass in der Zielgruppe weiterer Informations- und Beratungsbedarf besteht. Bisher gehe die Initiative für ein persönliches Beratungsgespräch überwiegend von den Eltern selbst aus. Die Studienmacher deuten dies als einen Hinweis auf „bisher noch zu wenig proaktive Vertriebstätigkeiten in diesem Marktsegment“.

Kaum ein Finanzdienstleister besonders familienfreundlich

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bisher kaum ein Finanzdienstleister sich bei den jungen Eltern als besonders „familienfreundlicher“ Anbieter hervorgetan hat. 65 Prozent der jungen Familien fällt auf Nachfrage spontan kein besonders familienfreundlicher Finanzdienstleister ein.

Um als familienfreundlich wahrgenommen zu werden, so die Einschätzung der Studienmacher, müssen Finanzdienstleister vor allem flexible, individuell an die jeweilige Lebenssituation anpassbare Produkte, faire Preise und nicht zuletzt eine ehrliche und familienzugewandte Beratung bieten. Zudem ließen Vergünstigungen für Familien, wie etwa ein erstes beitragsfreies Jahr, Anbieter als familienfreundlich erscheinen und stellten zudem Abschlussanreize dar.

87 Prozent der Eltern wünschen sich von Banken und Versicherungen grundsätzlich mehr Produktlösungen, die speziell auf junge Familien und deren Bedürfnisse zugeschnitten sind, heißt es in der Studie weiter. 74 Prozent sind zudem der Auffassung, dass sich die Anbieter zukünftig mehr Gedanken über die besonderen Belange junger Familien machen sollten. (ks)

Foto: Shutterstock; Grafik: Heute und Morgen

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