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21. August 2012, 13:41
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Berufsunfähigkeit: Lassen Versicherer Gefährdete im Regen stehen?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) entwickelt sich zum Verkaufsschlager. Allerdings nehmen die Versicherer bei ihrer Vertriebsoffensive in erster Linie die risikoärmeren Berufe ins Visier und müssen sich dem Vorwurf der „Rosinenpickerei“ erwehren.

Berufsunfähigkeit

Text: Lorenz Klein

Das Neugeschäft mit der Berufsunfähigkeitsversicherung brummt, da sich die deutsche Bevölkerung offenbar immer bewusster wird, wie schwer das finanzielle Risiko einer fehlenden Absicherung wiegt.

Allerdings setzen die Anbieter einer Versicherung zur Berufsunfähigkeit vor allem auf das Neugeschäft mit risikoärmeren Berufen. So schließen die Versicherer im Marktdurchschnitt 34,1 Prozent ihres Neugeschäfts in der risikoärmsten Berufsgruppe „Eins“ ab, während nur 4,4 Prozent des Neugeschäfts in der riskantesten Berufsgruppe „Vier“ zu verzeichnen sind, ergaben die Nachforschungen des Analysehauses Morgen & Morgen (M&M).

Dem Bund der Versicherten (BdV) missfällt es, dass sich die Branche vor allem auf risikoarme Berufe konzentriert. Dies komme einer „Rosinenpickerei“ gleich, meint der BdV-Vorsitzende Axel Kleinlein. Viele Absicherungswillige würden den wichtigen Schutz vor Berufsunfähigkeit gar nicht erst bekommen, weil die Gesundheitsprüfung eine zu große Hürde darstelle, sagt Kleinlein.

„Schon Kleinigkeiten können zu Risikoausschlüssen oder erheblichen Risikozuschlägen führen – im schlimmsten Fall sogar zur kompletten Ablehnung des Antrages.“ Und wer erst einmal abgelehnt wurde, der sei meist „gebrandmarkt“ und bekomme auch bei anderen Gesellschaften keinen Schutz mehr.

„Für Personen mit Vorerkrankungen ist daher die anonymisierte Voranfrage besonders wichtig“, rät Kleinlein. Denn jeder Versicherer stufe die gleiche Vorerkrankung anders ein.

Auch M&M-Geschäftsführer Stephan Schinnenburg konstatiert, dass Kunden mit „schlechten“ Risiken somit und einem hohen Risiko zur Berufsunfähigkeit oftmals erst gar nicht durch die Antragsprüfung kommen und daher auf alternative Invaliditätsprodukte angewiesen seien.

Seite zwei: Berufsunfähigkeit: Alternativen nach Ablehnung

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