Anzeige
30. Juli 2012, 13:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Elementarschäden: „Kein Grund zur Entwarnung“

In Deutschland werden jedes Jahr mehr als zwei Millionen Schäden an Wohngebäuden reguliert. In Cash. äußert sich Hans-Gerd Coenen, Vertriebschef des BGV, zur Lage der Sparte.

Elementarschäden

Hans-Gerd Coenen, Vertriebschef des BGV

Cash.: Herr Coenen, haben Sie Ihre Wohngebäudeversicherung schon mal in Anspruch nehmen müssen?

Coenen: Nein, bisher nicht. Denkt man aber an die heftigen Sommergewitter und Winterstürme, die uns zunehmend heimsuchen, ist das eher als glücklicher Zufall zu werten.

Cash.: Das Leistungsvolumen in der Wohngebäudeversicherung ist mit vier Milliarden Euro in 2011 weiterhin ausgesprochen hoch. Zudem ist auf der Schadenseite keinerlei Entspannung erkennbar. Welche Folgen ergeben sich daraus für Anbieter und Kunden?

Coenen: Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen von alten Gebäude-Leitungswasserverträgen in den letzten Jahren hat sich die Situation etwas entspannt. Wenn man jedoch den Klimawandel der letzten Jahre aufmerksam verfolgt, kann man sicherlich keine Entwarnung geben: Hier beobachten wir mit Sorge, dass die Anzahl und Intensität von lokalen Unwettern stetig ansteigt. Mittelfristig wird sich das natürlich auch auf die Prämienentwicklung auswirken.

Cash.: Die meisten Hausbesitzer verfügen über keinen ausreichenden Versicherungsschutz gegen Naturgefahren. Vielen Bürgern ist nicht bewusst, dass sie hierfür eine Elementarschadendeckung benötigen. Klärt die Versicherungswirtschaft zu wenig auf?

Coenen: Die Versicherer bieten Elementarschadenpolicen seit vielen Jahren an. In einigen Bundesländern wie Bayern, Sachsen und Niedersachsen laufen derzeit Aufklärungskampagnen. Wer sich trotzdem nicht versichert, obwohl er könnte, bekommt im Ernstfall auch keine Hilfe vom Staat.

Cash.: Was unternimmt der BGV, um das Problembewusstsein zu fördern?

Seite zwei: Unterschätztes Elementarschadenrisiko

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Zahl der Unternehmenspleiten fällt deutlich

Die Pleitewelle des vergangenen Jahrzehnts ist abgeebbt. Dank der stabilen Binnenkonjunktur und günstiger Finanzierungen müssen deutlich weniger Unternehmen in die Insolvenz. Bei den Verbrauchern gibt es dagegen einen hartnäckigen Pleitensockel.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...