5. April 2012, 11:38

Pflegezusatztarife: SDK wächst zweistellig

Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) aus Fellbach konnte die Anzahl der zusatzversicherten Personen zwischen 2010 und 2011 um 2,5 Prozent auf rund 422.000 steigern. Vor allem das Pflegezusatzgeschäft boomte (plus 13 Prozent auf 89.000 Personen). Die Vollversicherung stagnierte hingegen.

PflegezusatzversicherungenDiese legte nur um 0,2 Prozent auf insgesamt 169.250 Personen zu. SDK-Chef Klaus Henkel bewertet das bescheidene Abschneiden wohlwollend: „Mit unserem Netto-Wachstum und der Zahl neu abgeschlossener Vollversicherungen sind wir zufrieden. 2011 war für uns ein erfolgreiches Jahr.“

Deutlich stärker konnte die Pflegezusatzversicherung zulegen: 10.000 Menschen haben sich laut SDK für eine Zusatzversicherung entschieden, die das finanzielle Risiko im Pflegefall absichern soll. „Immer mehr Menschen realisieren, dass ohne eine private Vorsorge für den Pflegefall massive finanzielle Einbußen drohen“, begründet Henkel. Trotzdem fehlten noch viel zu vielen Menschen dieser wichtige Versicherungsschutz, betont der SDK-Chef. Die Pflegezusatzversicherung sei deshalb für das Unternehmen auch ein zentrales Wachstumsfeld in 2012.

Rund 716 Millionen Euro und damit 3,9 Prozent mehr nahm die SDK 2011 an Versicherungsbeiträgen ein. In der Vollversicherung lag das Plus bei nur 1,2 Prozent.

Vor dem Hintergrund, dass sich die Ausgaben für Krankheitskosten der Versicherten um 4,7 Prozent auf 440 Millionen Euro gegenüber 2010 erhöhten, fordert Henkel Zugeständnisse von der Ärzteschaft: „Um dauerhaft stabile Preise zu bieten, müssen wir mit Leistungserbringern über Mengenrabatte und Qualitätsstandards sprechen können. Dafür brauchen wir eine Öffnungsklausel in der Gebührenordnung für Ärzte.“

Der Anstieg bei den Ausgaben wirkte sich auch auf das SDK-Geschäftsergebnis aus: 2011 fiel dieses mit 103,3 Millionen Euro um rund vier Millionen Euro geringer aus als 2010 (107,5 Millionen Euro). Das Eigenkapital des Krankenversicherers erhöhte sich von 120,5 auf 133,5 Millionen Euro. Die Beitragssumme des Neugeschäfts erhöhte sich um 23 Prozent auf rund 143 Millionen Euro. Die Versicherungssumme des Bestandes stieg um 7,2 Prozent auf 1,532 Milliarden Euro. (lk)

Foto: Shutterstock


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3 Kommentare

  1. Hey Karl, jag tror inte att du ökar på risken att dina barn blir mobbade genom att publicera fina minnen på en blogg, du kan inte orsaka eller skydda ditt barn från mobbning på det viset, hur välvilligt du så klart än menar.
    sammy dress http://www.sammydress.cc

    Kommentar von sammy dress — 31. Januar 2015 @ 08:35

  2. Jaja…die Einsteigertarife waren an allem schuld :) Es war doch schon vor Jahren abzusehen, dass das Prinzip Leute billig in die PKV zu locken, damit sie später bessere Tarife wählen, einfach nicht funktionieren kann. Ich kenne selbst einige “Selbstständige”, die ohne zu überlegen sofort in die PKV gegangen sind, weils da “nur” 120 Euro gekostet hat….Die Marktbereinigung tut der Branche gut aber ich bezweifle, ob die Vollversicherungen auf Dauer noch tragbar sind…das Geschäft liegt ganz klar in den Zusatzpolicen.

    Kommentar von Hr. Meier — 31. Januar 2015 @ 03:03

  3. Da dreht sich bei mir der Magen um, wenn ich das lese “Herr Franken von der DVAG”…die Fehlverhalte und Exzesse einzelener Marktteilnehmer”..bitte an der Stelle mal Selbstkritik üben…vielen Dank.
    Was dieser Artikel verschweigt.. die Generation “Y”, wünscht sich Sicherheit und eine finanzielle Basis nach dem Studium…das bietet eine selbständige Tätigkeit nicht. Nach dem Studium fängt man in der Regel bei “null”auf dem Konto an zu arbeiten. Und woher also das erste Geld verdienen? Richtig VERKAUFEN!!! Ein Null auf dem Konto zwingt zum Verkaufen, “Beratung” wird da Nebensache, und das hilft der Branche leider nicht, ihr Image zu verbessern… wenn man nur das kurzfristige Wachstum im Blick hat, blockiert das beim Umdenken.

    Kommentar von Tom Bein — 30. Januar 2015 @ 15:17

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