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18. Oktober 2013, 11:21
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Altersvorsorge: Der Wille ist da, allein das Geld fehlt

Immer mehr Geringverdiener vernachlässigen ihre private Altersvorsorge, ergab eine aktuelle Studie. Demnach gehören 60 Prozent der Menschen, denen maximal 1.500 Euro im Monat übrig bleibt, zu den “Vorsorgeverweigerern” – 2011 betraf dies nur 53 Prozent.

Altersvorsorge: Der Wille ist da, allein das Geld fehlt

Viele Geringverdiener sehen keinen finanziellen Spielraum, um Altersvorsorge betreiben zu können.

Bei vielen Menschen mit niedrigen Einkommen sei einfach kein Geld für eine adäquate Altersvorsorge übrig, sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand beim Kölner Marktforschungsunternehmen You Gov, das die Studie erstellt hat. “Gleichzeitig hemmen die niedrige Verzinsung und eine Verunsicherung über die Kosten den Abschluss privater Altersvorsorgeprodukte.”

Deutlich weniger Vorsorgeverweigerer in mittlerer Einkommensgruppe

Wie die Umfrage-Experten weiter berichten, verbessere sich die Vorsorgesituation bei Personen mit geringeren Haushaltseinkommen erst im höheren Alter ab 46 Jahren spürbar. Doch auch von den 46- bis 60-Jährigen haben 41 Prozent keine ausreichende Altersvorsorge getroffen. Zum Vergleich: Bei der mittleren Einkommensgruppe (1.500 bis 2.500 Euro) sind es mit 22 Prozent nur halb so viele, die laut You Gov weder ausreichend vorgesorgt haben noch sich aktiv um Informationen zur Altersvorsorge kümmern.

Vorsorgeniveau stabil, Bereitschaft zum Sparen für das Alter nimmt zu

Aktuell hält die Hälfte der Befragten ihre bereits getroffene Vorsorge für ausreichend – das sind fast genauso viele (49 Prozent) wie 2011. Auch der Anteil der Vorsorgeverweigerer ist laut You Gov seit 2005 stabil.

Positiv heben die Studienautoren hervor, dass das Thema Altersarmut in “den Köpfen der Bundesbürger angekommen” zu sein scheint: So habe sich “die unspezifische Bereitschaft zur Vorsorge” im Vergleich zu den Vorjahren in 2013 deutlich erhöht: Demnach gibt fast jeder dritte Befragte (28 Prozent) an, in den nächsten zwölf Monaten etwas für seine Altersvorsorge tun zu wollen. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch 2011 (23 Prozent) und fast doppelt so viele wie 2005 (15 Prozent). (lk)

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Altersvorsorge: Der Wille ist da, allein das Geld fehlt

28 Prozent der Befragten planen, in den nächsten zwölf Monaten etwas für ihre Altersvorsorge zu tun.

Foto: Shutterstock

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