Anzeige
Anzeige
4. März 2014, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fallstricke in der Antragsaufnahme von Biometrie-Produkten

Die Fallstricke in der Antragsaufnahme sind vielfältig. Die Auswahl an Biometrie-Produkten ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Hier gemeinsam mit dem Kunden die für ihn beste Lösung zu finden, ist der erste wichtige Meilenstein einer guten Beratungsleistung.

Gastbeitrag von Dr. Christian Kirsch, Zurich Leben

Haftung

“Alle persönlichen Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden – eine Herausforderung in Gegenwart des Beraters, den “diese Dinge” eigentlich nichts angehen.”

Ist das geeignete Produkt gefunden, sehen sich Berater und Kunde der nächsten, oft noch größeren Herausforderung gegenüber: die Beantwortung der persönlichen Fragen rund um Gesundheit, Beruf und Einkommen.

Ein häufig sehr umfangreicher Fragenkatalog muss dem Kunden buchstabengetreu zur Kenntnis gebracht werden. Es muss sichergestellt sein, dass er ausreichend Gelegenheit hatte, auch komplexe Fragen zu verstehen.

Keinen Raum für Fehlinterpretationen bieten

Dabei darf der Berater selbst keine Erläuterungen geben, die beim Kunden möglicherweise zu Fehlinterpretationen und dadurch zu einer Falschantwort führen könnten. Alle Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden – eine besondere Herausforderung in Gegenwart des Vermittlers, den “diese Dinge” doch eigentlich gar nichts angehen.

Den Kunden jedoch mit einem Papierformular allein zu lassen, wird – gerade in Zeiten moderner Medien – dem Service- und Betreuungsgedanken guter Beratung nicht gerecht und birgt im Einzelfall ein weiteres Haftungsrisiko.

Oberste Prämisse: Wahrheit

Und doch: nur die ordnungsgemäße Beantwortung aller Fragen gewährt die Sicherheit, dass der Vertrag auch im Leistungsfall Bestand hat, und der Kunde die ihm versprochenen Leistungen erhält.

Durch Verletzung dieser vorvertraglichen Anzeigepflicht kann der Versicherer bis zu zehn Jahre nach Vertragsschluss gegebenenfalls vom Vertrag zurücktreten oder ihn anfechten. Sind alle Angaben wahrheitsgemäß erfolgt, werden mit Falschangaben verbundene zehn Jahre Rechtsunsicherheit und Haftungsrisiko für den Berater vermieden.

Auf die Bedeutung der wahrheitsgemäßen Beantwortung muss der Kunde detailliert und nachdrücklich hingewiesen werden. Hier bilden insbesondere die Hinweise zur Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht gemäß 19 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) einen wesentlichen Stützpfeiler, und der Kunde sollte genügend Zeit haben, sich diese in Ruhe durchzulesen.

Risikoerhebliche Angaben betreffen mehr als “nur” Gesundheit

Um sicherzustellen, dass der Kunde alle Fragen zur Kenntnis nehmen kann, sollten diese mit ihm gemeinsam Wort für Wort durchgegangen und dann seinen Angaben entsprechend beantwortet werden. Dabei muss ausreichend Gelegenheit sein, die Fragen inhaltlich zu erfassen.

Seite zwei: Unterstützung durch Expertensystem

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Websites der Versicherer beliebter als Vergleichsportale

Versicherungskunden ziehen weiterhin die Internetseiten der Versicherungsgesellschaft (zehn Prozent) gegenüber Vergleichsportalen (sieben Prozent) beim Abschluss vor. Dies ist das Ergebnis der Studie “Kundenmonitor e-Assekuranz 2016” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...