Anzeige
Anzeige
27. März 2015, 15:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Germanwings-Absturz: Airlines haften auch bei Suizid

Fluggesellschaften sind bei Unglücken unabhängig vom Verschulden der Piloten zu einer Entschädigung von bis zu 141.000 Euro pro verunglückter Person verpflichtet. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine rechnen Experten mit deutlich höheren Entschädigungssummen.

Germanwings in Germanwings-Absturz: Airlines haften auch bei Suizid

Im Falle der am Dienstag mit 144 Passagieren in Südfrankreich abgestürzten Germanwings-Maschine müssen die beteiligten Versicherer laut Medienberichten mit einem Haftpflichtschaden von mehr als 150 Millionen Euro rechnen.

Die genannte Entschädigung ergibt sich laut einer GDV-Sprecherin aus dem Montrealer Übereinkommen. Demnach haften die Fluggesellschaften auch dann, wenn das Flugunglück absichtlich herbeigeführt worden sei. Werde nachgewiesen, dass die Airline das Unglück verschuldet habe, dann hafte sie unbegrenzt, so die Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA).

Die Haftpflichtversicherung decke die Schäden ab, die Passagiere während des Fluges erlitten, und sie decke auch die Schadenersatzansprüche der Angehörigen ab. Dazu gehörten etwa Unterhaltspflichten für die Hinterbliebenen als auch die Kosten für die Beerdigung. Die Höhe der Ansprüche hänge von den Lebensumständen der Opfer ab, sie sei nicht pauschal bezifferbar. Nicht der Pilot sei im Grunde genommen versichert, sondern die Fluggesellschaft, erklärte die GDV-Sprecherin.

Haftpflichtschaden von mehr als 150 Millionen Euro erwartet

Im Falle der am Dienstag mit 144 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern in Südfrankreich abgestürzten Germanwings-Maschine müssen die beteiligten Versicherer laut Medienberichten mit einem Haftpflichtschaden von mehr als 150 Millionen Euro rechnen. “Bei Unglücken mit vielen Opfern aus europäischen Ländern wird meistens mit ein bis zwei Millionen Euro pro verunglücktem Passagier kalkuliert”, sagte ein Experte der “Süddeutschen Zeitung”.

Dabei hängt die Höhe der Zahlungen vor allem von der familiären Situation des Verunglückten ab. Familien, in denen beispielsweise der Hauptverdiener gestorben ist, wird eine höhere Summe zugesprochen als den Angehörigen eines Alleinstehenden.

Seite zwei: Allianz richtet Hotline für Angehörige ein

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...