Anzeige
25. Januar 2016, 10:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Medien: Versicherer AIG will Aufspaltung verhindern

Der amerikanische Versicherungskonzern AIG will laut Presseberichten mit mehreren Sanierungsschritten um seine Aufspaltung herumkommen. Das Management plane, einen Minderheitsanteil seiner Hypothekenversicherungssparte an die Börse zu bringen und sein Vertriebsnetz zu verkaufen, berichtet das “Wall Street Journal” (WSJ/Montag) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

AIG will Aufspaltung verhindern

AIG war in der Finanzkrise 2008/2009 ins Straucheln geraten. Die US-Regierung hatte das Unternehmen mit mehr als 182 Milliarden Dollar gestützt, um eine Pleite abzuwenden.

Der “Financial Times” (FT/Montag) zufolge plant die AIG-Führung zudem, verlustträchtige Bestände alter Versicherungspolicen vom restlichen Geschäft abzutrennen.

Aufspaltung könnte strengere Kapitalanforderungen abwenden

Seit vergangenem Jahr drängt unter anderem der streitbare Großinvestor Carl Icahn das Management, AIG in drei Unternehmen aufzuspalten. Eine der Gesellschaften solle Schaden- und Unfallversicherungen, eine weitere Lebensversicherungen und eine dritte Hypothekenversicherungen verkaufen, forderte er Ende Oktober. Von der Aufspaltung verspricht er sich eine deutliche Wertsteigerung des Unternehmens. Zudem soll AIG auf diese Weise auch den erwarteten strengeren Kapitalanforderungen für systemrelevante Versicherer entgehen.

AIG hüllt sich noch in Schweigen

AIG wollte die Informationen auf Nachfrage der Zeitungen nicht kommentieren. Sprecher verwiesen darauf, dass der Konzern den Investoren am Dienstag Neuigkeiten zu seiner Strategie veröffentlichen will.

Laut “WSJ” schätzen Analysten den Hypothekenversicherungsbereich auf einen Gesamtwert von 5 bis 7 Milliarden Dollar. Die Vertriebssparte mit mehr als 5000 Vertretern komme auf mehrere hundert Millionen Dollar. Bei den Versicherungspolicen, die AIG laut “FT” ausgliedern will, soll es um Bestände aus den 1990er Jahren gehen. Diese deckten etwa hohe Umweltschäden ab. Dabei müsse der Konzern weitaus höhere Schadenszahlungen abdecken als bei Abschluss der Verträge erwartet.

AIG war in der Finanzkrise 2008/2009 ins Straucheln geraten. Die US-Regierung hatte das Unternehmen mit mehr als 182 Milliarden Dollar gestützt, um eine Pleite abzuwenden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Versicherer auf Risiko-Kurs

Eine Absicherung für Job und Freizeit zu ermöglichen, gehört zu den Kernkompetenzen der Versicherer. Die Menschen vor existenziellen Risiken zu schützen, wird von Marktbeobachtern als ein Besinnen der Branche auf deren Grundtugenden gelobt. Doch die “Biometrie”-Ausrichtung birgt auch Risiken.

mehr ...

Immobilien

DTI West: Entspannung auf dem Wohnimmobilienmarkt

Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise für die Region West hat die Immobilienpreise in den Metropolregionen Düsseldorf, Köln und Dortmund im zweiten Quartal 2016 untersucht. Die Wohnimmobilien in dieser Region haben sich nur leicht verteuert.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas Investment Partners baut deutsches ETF-Geschäft aus

Das franzöische Institut BNP Paribas Investment Partners setzt seine europäische Expansion im ETF- und Indexfondsbereich aus und ernennt Claus Hecher zum Head of Business Development für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz.

mehr ...

Berater

Makler Nachfolger Club stellt neues Fördermitglied vor

Der Makler Nachfolger Club e.V. (MNC) hat den Kreis seiner Förderer erweitert. Wie der MNC mitteilt, konnte er das Bonner Softwarehaus MWS Braun als Fördermitglied gewinnen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity: Vertragsverlängerung in Eschborn

Der Asset Manager Publity konnte den Mietvertrag mit der Deutschen Bahn für eine Immobilie in der Alfred-Herrhausen-Allee in Eschborn bei Frankfurt am Main um vier Jahre und zwei Monate verlängern.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...