Der seit Januar 2025 zu beobachtende moderate Aufwärtstrend flacht sich somit zum Jahresende leicht ab. Zwischen Januar und Dezember 2025 ist ein Anstieg der durchschnittlichen Bauzinssätze um 0,42 Prozentpunkte zu verzeichnen. Dies ergab eine monatliche Auswertung von Finanzierungsabschlüssen des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24.
Die im Dezember abgerufene Darlehenssumme lag stabil bei 306.716 Euro nach 307.402 Euro im Vormonat (alle Werte im Durchschnitt). Unterlegt wurde die Darlehen mit 114.513 Euro an Eigenkapital, etwas mehr als im Vormonat (November: 110.832 Euro). Die Eigenkapitalquote lag damit bei 27,2 Prozent (November: 26,5 Prozent). Die monatliche Rate belief sich auf 1.436 Euro und fiel damit nach dem Jahreshöchstwert des Vormonats leicht ab (November 1.463 Euro).
Ausblick von Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24:
„Wir rechnen 2026 mit einer Phase relativer Stabilität bei den Bauzinsen – überwiegend im Korridor zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Nach den Schwankungen der vergangenen Jahre dürfte sich damit eine neue Zinsnormalität etablieren. Gleichzeitig sind Ausschläge nach oben angesichts der heiklen geopolitischen Ausgangssituation nicht auszuschließen.
Gleichzeitig dürfte der Preisdruck am Immobilienmarkt hoch bleiben, da die Neubautätigkeit die Nachfrage nicht deckt und die Preise insbesondere in den Metropolen weiter steigen. Für Käufer bedeutet das, dass Zögern häufig sowohl höhere Zinsen als auch steigende Kaufpreise nach sich zieht.
Eigenkapital gewinnt damit als zentraler Hebel für eine tragfähige Finanzierung weiter an Bedeutung, ergänzt durch eine gute Vorbereitung und schnelle Entscheidungsfähigkeit. Eine unabhängige Beratung und ein sorgfältiger Vergleich der Angebote sind entscheidend, da sich zwischen den Angeboten verschiedener Banken weiterhin erhebliche Zinsunterschiede von bis zu 0,50 Prozentpunkten ergeben können.“















