Bitcoin-Korrektur: Altcoins verlieren an Boden – ETPs stabilisieren Kryptomarkt

Foto: ChatGPT
Etherereum und Solana überholen Bitcoin derzeit in der Anlegergunst.

Trotz jüngster Marktkorrektur fließt weiter Kapital in Krypto-ETPs. Gleichzeitig sinkt die Gewichtung digitaler Vermögenswerte in Portfolios deutlich. Eine aktuelle Auswertung von CoinShares zeigt, wie sich Motive, Risiken und Präferenzen der Investoren verschieben – und wo die Zurückhaltung wächst.

Bitcoin hat einen Teil des verlorenen Bodens zurückgewonnen und trotz der jüngsten starken Marktkorrektur an Beliebtheit gewonnen. Die Daten von CoinShares zu Fondsflüssen zeigen weiterhin Zuflüsse in Bitcoin-ETPs, jedoch weniger als 2024. Im Gegensatz dazu verzeichneten Ethereum und Solana trotz der Umfrage, die eine abnehmende Beliebtheit anzeigt, deutlich stärkere Zuflüsse im Jahresvergleich. Die Flussdaten deuten auch auf nachlassendes Interesse bei den meisten Altcoins hin, insbesondere außerhalb der Top vier, was mit den Umfrageergebnissen übereinstimmt.

Die Gewichtung digitaler Vermögenswerte in Portfolios ist von 1,8?% im Oktober 2025 auf nur noch 0,3?% im Januar 2026 gesunken. Für James Butterfill (CoinShares‘ Head of Research) ist dies auf eine Kombination aus Verkäufen durch Investoren und Preisrückgängen seit Oktober zurückzuführen. Dies unterstreicht, dass digitale Vermögenswerte eine sehr volatile Komponente in Anlegerportfolios darstellen. Es handelt sich um die niedrigste Portfoliogewichtung seit Oktober 2022, als die negative Stimmung gegenüber dieser Anlageklasse auf einem Tiefpunkt lag.


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Investoren mit den flexibelsten Anlagemandaten, nämlich Privatpersonen und Family Offices, halten mit 48 Prozent bzw. 4,5 Prozent die größten Positionen. Institutionelle Fonds halten im Durchschnitt eine Position von einem Prozent. Leichte Rückgänge waren beim bisherigen Favoriten Solana zu verzeichnen, während die größten Verluste bei kleineren Altcoins auftraten.

Diversifikation und Kundenanforderungen bleiben die wichtigsten Motive für Investitionen und haben seit der letzten Umfrage deutlich zugenommen. Sie machen nun 68?% der Gründe für die Aufnahme digitaler Vermögenswerte in Portfolios aus. Vor nur zwei Jahren waren es erst 36?%, während Spekulation damals den größten Anteil an dieser Umfragefrage darstellte und nun auf 16?% gefallen ist. Dies unterstreicht, wie schnell sich die Anlageklasse entwickelt und eine Identität auf Basis von Fundamentaldaten etabliert.

Unter denjenigen, die noch nicht investiert haben, bleibt Volatilität der Hauptgrund – dies überrascht, da die 30-Tage-Volatilität von Bitcoin in diesem Jahr bisher durchschnittlich nur 32?% betrug und damit niedriger als bei Gold ist.

Unternehmensbeschränkungen und regulatorische sowie andere frühere Bedenken sind zurückgegangen. Zwar ist das Reputationsrisiko zuletzt stark gestiegen, möglicherweise aus Angst vor Spott angesichts der jüngsten Kursverluste. Regulatorische Bedenken bleiben an oberster Stelle, was angesichts der anhaltenden Turbulenzen rund um den Clarity Act in den USA nicht überrascht. Quantum-Risiken bleiben in Kundengesprächen ein fortlaufendes Thema, während die Sorge um Protokolldesign laut Umfrage zurückgegangen ist.

Der weltweite Anstieg von ETPs scheint langfristig positive Auswirkungen auf Investitionen in Krypto-Assets zu haben, da Verwahrungsbedenken weiterhin abnehmen Quantum-Risiken bleiben in Kundengesprächen ein fortlaufendes Thema, während die Sorge um Protokolldesign laut Umfrage zurückgegangen ist. Der weltweite Anstieg von ETPs scheint langfristig positive Auswirkungen auf Investitionen in Krypto-Assets zu haben, da Verwahrungsbedenken weiterhin abnehmen.

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