Bitcoin-Mining-Sektor bewegt und erhellt Berlin für fast ein halbes Jahr

Foto: Smarterpix/elxeneize

Der Bitcoin-Mining-Sektor in Deutschland verbraucht so viel Energie, dass damit Berlin fast fünf Monate lang mit Strom versorgt werden könnte.

Mit Blick auf das Jahr 2026 lässt sich mit Sicherheit sagen, dass es ein schwieriges Jahr für Bitcoin war: Auf Jahressicht verlor er 7 Prozent an Wert, obwohl im Oktober neue Rekordhöhen erreicht wurden. Während Bitcoin-Mining noch vor wenigen Jahren außerordentlich profitabel war, sah sich insbesondere dieser Bereich mit noch größeren Herausforderungen konfrontiert. Viele der führenden Mining-Unternehmen diversifizieren inzwischen in Richtung künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing-(HPC-)Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund wende ich mich mit einem umfassenden Bericht an Sie, der den enormen Strombedarf von Bitcoin-Mining-Operationen in Deutschland und weltweit nachzeichnet.

Unser Team bei BestBrokers hat die neuesten Daten zum Bitcoin-Mining aus dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index genutzt, um den Stromverbrauch des Bitcoin-Minings sowie dessen Kosten auf Basis der aktuellen Strompreise für Nicht-Haushaltskunden in mehreren Ländern und Regionen zu berechnen. Auf Grundlage der gesamten Netzwerk-Hashrate und der relativen Länderanteile im Dezember 2025 haben wir die Bitcoin-Hashrate nach Ländern extrapoliert. Dies ermöglichte es uns, Schätzungen zur täglich geminten Bitcoin-Menge sowie zum dafür erforderlichen Strombedarf vorzunehmen. Sämtliche für unsere Ergebnisse verwendeten Daten sind über diesen Link auf Google Drive abrufbar.

Derzeit werden weltweit täglich 450 Bitcoins gemint. Mining-Anlagen in Deutschland produzieren davon durchschnittlich 13,85 BTC pro Tag oder rund 3,06 Prozent der Gesamtmenge. Eine derart große Operation erfordert eine enorme Menge an Strom – konkret rund 12,8 GWh pro Tag beziehungsweise 4.673,16 GWh pro Jahr. Diese Energiemenge reicht aus, um den Strombedarf Berlins für vier Monate und 20 Tage zu decken.

Autor Paul Hoffman ist Analyst bei BestBrokers.com.

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