Wohneigentum: Verbände fordern Reform der Grunderwerbsteuer

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KI-generiertes Symbolbild.

Ein breites Bündnis aus Verbraucherschutz, Eigentümerverbänden sowie Bau- und Finanzwirtschaft dringt auf eine Reform der Grunderwerbsteuer. Im Mittelpunkt steht ein Freibetrag für selbstgenutztes Wohneigentum. Dahinter steht vor allem eine Frage: Wie lässt sich der Weg ins Eigenheim wieder erleichtern?

Ziel sei, die Bildung von Wohneigentum insbesondere für Familien zu erleichtern, teilt der Bauherren-Schutzbund (BSB) mit, der zu den Mitunterzeichnern des unter Federführung des ifs Institut für Wohneigentum erstellten Positionspapiers zählt. „Studien belegen immer wieder: Verbraucherinnen und Verbraucher scheitern beim Eigenheim vor allem am fehlenden Eigenkapital für die hohen Kaufnebenkosten. Die monatlichen Kreditrate könnten hingegen viele aus ihren laufenden Einkommen aufbringen“, so BSB-Geschäftsführer Henrik Fork-Weigel.


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Ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer ist deshalb ein wirksamer Hebel, um den Eigenkapitalbedarf zu senken und den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern. „Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen und -verbänden appellieren wir deshalb an Bund und Länder, kurzfristig einen Grunderwerbsteuergipfel einzuberufen, um eine gemeinsame Reform auf den Weg zu bringen“, betont er.

„Koordinierte Reform von Bund und Ländern dringend erforderlich“

Hintergrund ist, dass die Bundesländer seit 2006 den Grunderwerbsteuersatz selbst festlegen dürfen. Seither haben ihn die meisten Länder mindestens einmal erhöht. Heute liegt der Steuersatz je nach Bundesland bei bis zu 6,5 Prozent, während er in Bayern als einziges Land bei 3,5 Prozent geblieben ist.

Damit die Länder rechtssicher weitere Maßnahmen wie Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer für den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum umsetzen können, muss der Bund die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, heißt es in der Mitteilung. Aus Sicht des Bündnisses, das dazu ein gemeinsames Positionspapier verfasst hat, ist „eine koordinierte Reform von Bund und Ländern dringend erforderlich, um Wohneigentum wieder mehr Menschen, insbesondere jungen Familien, zugänglich zu machen“.

Breites Verbände-Bündnis

Herausgeber der Positionspapiers ist das ifs Institut für Wohneigentum im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung. Zu den mitzeichnenden Institutionen zählen neben dem BSB unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen im Deutschen Sparkassen- und Giroverband, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Haus & Grund Deutschland, der IVD – Immobilienverband Deutschland, der Verband der privaten Bausparkassen sowie die Wüstenrot Bausparkasse.


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