Fragiler Waffenstillstand treibt Gold und Silber über wichtige Marken

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Waffenstillstand in Nahost, Ölpreis volatil, Fed ohne Macht: Warum Gold und Silber trotz fragiler Lage gefragt bleiben.

Ein angekündigter Waffenstillstand im Nahen Osten hat die Finanzmärkte kurzzeitig gedreht. Öl brach ein, Aktien stiegen, Gold und Silber sprangen über ihre Abwärtstrends. Doch die Entspannung bleibt fragil.

Die Edelmetallpreise stiegen in der Nacht auf Mittwoch stark an, nachdem ein zweiwöchiger Waffenstillstand im Nahen Osten ausgerufen wurde, mit dem Ziel Friedensgespräche zu führen. Der Rohölpreis stieg erst am Dienstagabend mit über 117 US-Dollar erneut auf sein 4-Jahreshoch an, nachdem der Konflikt weiter eskaliert war und die USA Kharg Island angriffen, Irans wichtigstem Ölexportterminal, kurz bevor Trumps Ultimatum um 2 Uhr nachts enden sollte. Erste Informationen zu einem Waffenstillstand drangen um 00:32 durch, worauf der Rohölpreis binnen einer Stunde um 22 % auf 91,08 US-Dollar kollabierte. Trump hatte erst 43 Minuten später auf Truth Social den Waffenstillstand bekanntgegeben.

Gold stieg daraufhin unter Short-Eindeckungen bis auf 4.858 US-Dollar und Silber auf 77,16 US-Dollar an, wobei sie ihre Abwärtstrends überwanden und auch der Platinpreis wieder auf 2.074 US-Dollar anstieg. Die Goldminenaktien legten mit dem Standardaktienmarkt stark zu, wobei die NASDAQ auf 25.084 Punkte sprang und der S&P500 wieder auf 6.843 Punkte, womit ein baldiger Friede schnell eingepreist wurde.


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Rückläufige Energiepreise würden den Inflationsdruck durch den Energieschock mindern, was die Renditen der US-Staatsanleihen senken und so der US-Notenbank mehr Spielraum geben würde, wobei selbst im Falle eines Friedens Zinssenkungen erst einmal vom Tisch sind. Die Renditen der US-Staatsanleihen fielen mit dem Rohölpreis, während der USD-Index (DXY) unter die Marke von 100 auf 98,8 Punkte fiel, was den Anstieg bei Gold und Silber zusätzlich verstärkte. Der gestiegene Risikoappetit zeigte sich auch in einem Anstieg des Bitcoins auf fast 76.000 US-Dollar, womit sich dieser von der wichtigen und noch immer gefährdeten Unterstützung bei 65.000 US-Dollar vorerst ein Stück entfernte.

Waffenstillstand – Risiken bleiben

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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