Frauen und Krypto: Wie sich der Zugang zu digitalen Assets verändert

Foto: 21 shares
Julia Ebner (links) und Sina Meier von 21 shares

Kryptowährungen und Blockchain-Technologie verändern die Finanzmärkte. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für Frauen – sowohl als Investorinnen als auch als Gestalterinnen der Branche. Eine Initiative von 21shares zum Internationalen Frauentag rückt diese Entwicklung in den Mittelpunkt.

Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und digitale Assets verändern die Architektur der globalen Finanzmärkte. Lange galt die Branche als stark männlich geprägt. Inzwischen entstehen jedoch neue Räume für weibliche Perspektiven – sowohl bei der Gestaltung der Technologie als auch bei Investitionsentscheidungen.

Mit der Initiative „Women in Crypto“ stellt 21shares zum Internationalen Frauentag 2026 Frauen in den Mittelpunkt, die diese Entwicklung aktiv begleiten. Sina Meier, Managing Director und Head of Switzerland, FraBeLux & Middle East, sowie Julia Ebner, Head of Market Activation bei 21shares, beschäftigen sich intensiv mit der Frage, welche Rolle Frauen in der Branche spielen können und welche Chancen digitale Assets für Anlegerinnen bieten.

Digitale Assets zählen zu den wenigen Anlageklassen, die sich noch in einer vergleichsweise frühen Entwicklungsphase befinden. Gerade deshalb sehen viele Branchenexpertinnen hier Potenzial für eine stärkere Beteiligung von Frauen.


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Neue Finanzwelt eröffnet zusätzliche Perspektiven

„Gerade wir Frauen sollten neue Assetklassen frühzeitig berücksichtigen. Beim Investieren sind wir oft zu zurückhaltend – besonders bei Innovationen wie Krypto. Wer sich aber früh mit neuen Technologien auseinandersetzt, kann langfristig Chancen erschließen, die das klassische Sparbuch nicht bietet“, sagt Julia Ebner, Head of Market Activation bei 21shares.

Auch strukturelle Unterschiede beim Vermögensaufbau spielen eine Rolle. Frauen leben statistisch länger, arbeiten häufiger in Teilzeit und übernehmen häufiger Care-Arbeit. Dadurch bleibt weniger Zeit, Vermögen über lange Zeiträume aufzubauen.

„Frauen leben statistisch länger, gleichzeitig arbeiten sie häufiger in Teilzeit oder übernehmen mehr Care-Arbeit. Dadurch fehlt oft Zeit für den Zinseszins-Effekt. Gerade deshalb kann der frühe Einstieg in neue Technologiezyklen eine strategische Chance sein. Wenn wir früh die richtigen Winde nutzen, können wir Rückstände aufholen“, erklärt Sina Meier, Managing Director und Head of Switzerland, FraBeLux & Middle East bei 21shares.

Neue Assetklasse bietet Gestaltungsspielraum

Meier arbeitet seit rund 30 Jahren in der Finanzbranche, davon mehr als sechs Jahre im Kryptosektor. Für sie steht dabei weniger die technische Komplexität im Vordergrund als der Zugang zu Finanzdienstleistungen.

„Ich sah, wie Menschen weltweit durch ihre Smartphones Zugang zu Finanzdienstleistungen erhielten, die ihnen vorher verwehrt waren. Da wurde mir klar: Wenn wir diese Technologie in die Hände von Frauen legen, geben wir ihnen nicht nur ein Investment, sondern einen Schlüssel zu globaler Teilhabe“, so Meier.

Ein Grund für diese Entwicklung liegt laut Branchenbeobachtern in der Struktur der Technologie selbst. Während klassische Finanzmärkte über Jahrzehnte gewachsene Strukturen besitzen, befindet sich die Blockchain-Technologie noch im Aufbau.

„Das Besondere an der Blockchain ist ihre Neutralität – sie diskriminiert nicht nach Geschlecht oder Herkunft“, so Meier. „Zum ersten Mal haben wir die Chance, eine Finanzarchitektur von Grund auf mitzugestalten, die transparenter und barrierefreier ist.“

Regulierte Produkte erleichtern den Zugang

Parallel zur technologischen Entwicklung wächst auch die Infrastruktur für Anlegerinnen. Regulierte Finanzprodukte erleichtern den Zugang zu digitalen Assets.

„Krypto ist eine junge, offene Branche. Aktuell ist sie noch stark männlich geprägt, aber genau deshalb besteht jetzt die Chance, dass Frauen von Anfang an mitgestalten und die Richtung aktiv prägen“, sagt Ebner.

Eine wichtige Rolle spielen dabei börsengehandelte Produkte auf Kryptowährungen. „Regulierte Krypto-ETPs schlagen eine wichtige Brücke zwischen der traditionellen Finanzwelt und digitalen Assets“, erklärt Ebner. „Sie ermöglichen den Zugang über das gewohnte Bankdepot oder den Broker – ohne dass Anlegerinnen sich sofort mit allen technischen Details beschäftigen müssen.“

Langfristiger Blick auf volatile Märkte

Neben dem Zugang steht für viele Investorinnen auch das Thema finanzielle Selbstbestimmung im Fokus. Digitale Assets können dabei eine Rolle spielen, wenn sie Teil einer langfristigen Anlagestrategie sind.

„Die Kontrolle über die eigenen Investments stärkt das Selbstbewusstsein enorm“, sagt Ebner. „Eine bankenunabhängige Assetklasse zu verstehen und zu managen bedeutet finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit.“

Gleichzeitig bleibt der Kryptomarkt volatil. Für Anlegerinnen und Anleger ist daher ein langfristiger Ansatz entscheidend.

„Volatilität ist nicht automatisch etwas Negatives“, erklärt Ebner. „Wichtig ist, das Portfolio zu diversifizieren und nur den Teil in risikoreiche Assets zu investieren, den man kurzfristig nicht benötigt. Wer ruhig bleibt und langfristig denkt, kann von den Entwicklungen profitieren.“

Auch Meier beschreibt die Marktdynamik mit einem langen Anlagehorizont: „Volatilität ist gewissermaßen das Atmen des Marktes. Ich betrachte meine Investments mit einem Horizont von Jahren oder Jahrzehnten. Mein Rat lautet: Investiere nur so viel, dass du noch lächeln kannst, wenn die Kurse rot sind.“

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