Das Dach und die Fassade übernehmen eine Schlüsselrolle beim Schutz des Gebäudes. Mindestens einmal pro Jahr sollten Dachziegel, Abdichtungen und Dachrinnen kontrolliert werden, empfiehlt die Debeka Bausparkasse. Auf dem Dachboden lohnt sich ein Blick auf Feuchtigkeit, Schimmel, intakte Dämmung und mögliche Schädlingsspuren. Nach starken Unwettern ist eine zusätzliche Prüfung des Daches ratsam. Eine Sanierung von Dach und Fassade inklusive Wärmedämmung wird nach etwa 25 Jahren fällig, so Debeka.
Auch Solaranlagen sollten auf sichtbare Schäden überprüft werden. An der Fassade können Risse, abblätternde Farbe oder feuchte Stellen Hinweise auf Sanierungsbedarf sein. Kellerwände verdienen dabei die gleiche Aufmerksamkeit.
Fenster und Türen beeinflussen maßgeblich die Energieeffizienz eines Hauses. Undichte Dichtungen oder schwergängige Beschläge erhöhen den Wärmeverlust und mindern den Wohnkomfort. Regelmäßiges Reinigen und Ölen verlängert die Lebensdauer. Ein Austausch wird häufig nach 20 bis 30 Jahren sinnvoll, abhängig von Zustand und technischer Ausstattung.
Heizungsanlage, Elektrik und Wasserleitungen zählen zu den sensibelsten technischen Bereichen. Heizungen sollten jährlich von Fachbetrieben gewartet werden, ein Austausch steht meist nach 25 bis 35 Jahren an. Bei der Elektrik gilt: Veraltete Leitungen oder Sicherungen können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Eine Überprüfung durch einen Elektriker empfiehlt sich etwa alle vier Jahre. Treten an Wänden oder Böden dauerhafte Flecken auf, sollte geprüft werden, ob ein Leitungswasserschaden vorliegt.
Technik und Wohnbereiche regelmäßig prüfen
Bad und Küche gehören zu den am stärksten beanspruchten Räumen im Haus. Nach etwa 15 Jahren ist häufig eine Modernisierung notwendig, um Hygiene und Komfort zu erhalten. Undichte Armaturen, defekte Spülungen oder verstopfte Abflüsse sollten umgehend repariert werden. Schimmel lässt sich durch konsequentes Lüften und das Vermeiden von Feuchtigkeit in schlecht zugänglichen Bereichen reduzieren.
Auch Außenanlagen und Nebengebäude erfordern regelmäßige Pflege. Lose Gehwegplatten, herabfallende Äste oder Laub auf Wegen können zur Gefahr werden. Bäume und Hecken, insbesondere an Grundstücksgrenzen, sollten geschnitten, Wasserabflüsse freigehalten und Garagen sowie Carports kontrolliert werden. Gartenhäuser, Schuppen und Gewächshäuser bleiben so funktionstüchtig.
Die Debeka empfiehlt, Wartung und Kontrollen strukturiert zu planen. Dach, Fassade, Dachrinnen, Heizung, Fenster, Türen und Außenanlagen sollten jährlich geprüft werden. Keller und Dachboden reichen in längeren Abständen von etwa fünf Jahren. Für die Instandhaltung eines Hauses ist zudem ein finanzieller Puffer sinnvoll. Langfristig können rund 15 Prozent des Marktwertes einer Immobilie für Reparaturen und Modernisierungen anfallen. Zur Finanzierungsplanung schlägt die Debeka, wenig überraschend, den rechtzeitigen Abschluss eines Bausparvertrags vor.














