Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im Januar etwas aufgehellt, meldet das Ifo-Institut. Das Geschäftsklima stieg von minus 22,7 auf minus 20,9 Punkte. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen etwas weniger pessimistisch aus als zum Jahresende.
„Die Baubranche bleibt in einer Warteschleife“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Bis sich die gestiegenen Wohnungsbaugenehmigungen in Aufträgen realisieren, braucht es Geduld.“ Die jüngsten Genehmigungszahlen nähren zwar die Hoffnung auf eine Belebung, im Tagesgeschäft schlägt sich das bislang jedoch kaum nieder.
Tatsächlich berichten weiterhin viele Unternehmen von einer unzureichenden Auslastung. Der Anteil der Betriebe, die über zu wenig Aufträge klagen, stieg im Januar von 47,7 Prozent auf 49,8 Prozent. Auch bei den Projektstornierungen zeigt sich kaum Entspannung. Der Anteil der Firmen, die von abgesagten Bauprojekten berichten, ging nur leicht zurück – von 11,5 Prozent auf 11,1 Prozent. Von einer spürbaren Trendwende kann daher keine Rede sein.
Zusätzlich bremste die Witterung die Bauaktivität. „Außerdem verringerte das eisige Wetter auch vielerorts die Bauaktivitäten im Januar“, so Wohlrabe. Temporäre Effekte wie Frost verschärfen damit eine ohnehin angespannte Lage. Ob sich aus den besseren Genehmigungszahlen in den kommenden Monaten tatsächlich neue Projekte und eine höhere Auslastung ergeben, bleibt abzuwarten.















