Motorräder als Hobby: Mehrheit der Fahrer gehört zur Generation 50plus

Foto: AdobeStock/piai
Motorradfahren in Deutschland wird zunehmend von älteren Fahrerinnen und Fahrern geprägt.

Motorradfahren gilt oft als Domäne junger Fahrer. Versicherungsdaten zeichnen jedoch ein anderes Bild: Die Mehrheit der Motorradfahrer in Deutschland gehört inzwischen zur Generation 50plus. Auch bei Fahrzeugalter und Nutzung zeigen sich klare Trends.

Motorradfahren in Deutschland wird zunehmend von älteren Fahrerinnen und Fahrern geprägt. Eine Auswertung des Motorradbestands von Axa zeigt, dass 70 Prozent der versicherten Motorradfahrer 50 Jahre oder älter sind. Fahrer unter 30 Jahren stellen dagegen nur rund vier Prozent der Versicherten.

Auch beim Geschlechterverhältnis bleibt das Bild eindeutig: 84 Prozent der versicherten Motorradfahrer sind Männer, während Frauen einen Anteil von 16 Prozent ausmachen. Neben der Altersstruktur fällt auch das Alter der Fahrzeuge auf. Die bei Axa versicherten Motorräder sind im Durchschnitt 19 Jahre alt. Viele Maschinen werden offenbar nicht als tägliches Fortbewegungsmittel genutzt, sondern vor allem als Freizeit- und Hobbyfahrzeug.

Breite Absicherung über Haftpflicht hinaus

Beim Versicherungsschutz zeigt sich eine vergleichsweise hohe Absicherung. 20 Prozent der Motorräder verfügen über eine Vollkaskoversicherung, weitere 46 Prozent sind teilkaskoversichert. Damit ist rund zwei Drittel der Maschinen über die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung hinaus abgesichert.


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„Unsere Daten zeigen deutlich, dass Motorradfahren heute für viele Menschen ein Hobby ist, das sie oft über Jahrzehnte begleitet“, sagt Arne Kleines, Tribe Lead Mobility bei Axa Deutschland. „Für Versicherer bedeutet das, unser Angebot stärker für die Zielgruppe zu differenzieren, die viel Fahrerfahrung mitbringt und ihre Maschinen häufig bewusst als Freizeitfahrzeug nutzt.“

Trend zu erfahrenen Fahrern

Die Zahlen bestätigen damit einen Trend, der sich auch in Unfallstatistiken widerspiegelt. Motorradfahren wird zunehmend von erfahrenen Fahrerinnen und Fahrern geprägt, während junge Einsteiger eine kleinere Rolle spielen. Auch die Verkehrsunfallbilanz der Polizei Nordrhein-Westfalen weist zuletzt einen Zehnjahres-Tiefstwert bei tödlichen Motorradunfällen aus.

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