Die Wohneigentumsquote in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt bei rund 42 Prozent. Die meisten Menschen schätzen sie jedoch deutlich niedriger ein. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der Postbank.
70 Prozent der Befragten vermuten, dass der Wohneigentumsanteil der deutschen Haushalte bei weniger als 40 Prozent liegt, teilt der Postbank Mediendienst mit. Mehr als jeder Dritte (41 Prozent) geht sogar von einem Anteil unter 30 Prozent aus.
Damit liegt die tatsächliche Eigentumsquote deutlich über dem, was ein Großteil der Befragten vermutet. Für den Immobilienmarkt bedeutet das: Der Weg ins Eigenheim gilt vielen als schwieriger, als es die Statistik zeigt.
Warum die Wahrnehmung vom Immobilienmarkt täuscht
„Die Ergebnisse zeigen, wie stark die persönliche Wahrnehmung das Bild vom Immobilienmarkt prägt. Wer den Weg ins Eigenheim als kaum erreichbar erlebt, unterschätzt häufig, wie viele Haushalte bereits Wohneigentum besitzen“, sagt Dr. Ulrich Stephan von der Postbank. Zugleich verdeutliche die im internationalen Vergleich niedrige Wohneigentumsquote, dass sich viele Menschen nach wie vor schwertun, den Schritt in die eigenen vier Wände zu schaffen, so Stephan weiter.
Wohneigentumsquote Deutschland: Schätzung und Realität im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt, wie stark die Einschätzung der Befragten von der tatsächlichen Eigentumsquote abweicht:
| Angabe | Anteil |
|---|---|
| Befragte, die die Wohneigentumsquote auf unter 40 Prozent schätzen | 70 Prozent |
| Befragte, die die Wohneigentumsquote auf unter 30 Prozent schätzen | 41 Prozent |
| Tatsächliche Wohneigentumsquote in Deutschland | rund 42 Prozent |
Zur Postbank-Umfrage zum Wohneigentum
An der Online-Befragung nahmen 2.016 Personen teil. Die Erhebung fand zwischen dem 3. und 6. Juli 2026 statt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und bilden laut Postbank ein repräsentatives Abbild der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren.















