Ähnliches gilt für den führenden US-amerikanischen Anbieter von Unternehmensdatenbanken, der dedizierte Lösungen für Großkunden und KMUs anbietet. Zudem beginnt dieser nun im größeren Stil, KI-Rechenzentren aufzubauen, die an Drittkunden vermietet werden sollen. Mit OpenAI konnte ein Großauftrag von 300 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre (beginnend ab 2027) gewonnen werden, der zunächst für einen rasanten Kursanstieg sorgte. Insgesamt hat der US-Anbieter einen Auftragsbestand von 523 Milliarden US-Dollar und übertrifft die „etablierten“ großen Hyperscaler wie AWS (Amazon), Azure (Microsoft) oder GCP (Google). So rechnet man mit einer Vervierfachung des 2025er Umsatzes auf 225 Milliarden US-Dollar sowie einem Gewinn pro Aktie von 21 US-Dollar bis 2030.
Die anfängliche Euphorie ist mittlerweile der Angst gewichen, wie dieser Ausbau finanziert werden kann und ob OpenAI überhaupt ihren Verpflichtungen nachkommen kann angesichts der immer noch sehr hohen Cashburn-Rate. So notiert die Aktie des US-Anbieters aktuell gerade einmal bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von neun auf Basis des 2030er Gewinnziels. Der Ausbau von KI-Rechenzentren ist sehr kapitalintensiv und birgt daher vor allem für den US-Anbieter Risiken, da die bestehenden Cashflows nicht ausreichen und man somit einen Teil über Schulden finanzieren muss. Der US-Anbieter betont aber, dass man nur profitable Aufträge annehmen und eine Bruttomarge von 30 bis 40 Prozent auf das KI-Cloudgeschäft erzielen will. Falls dies der Fall ist, wären die aktuellen Marktbefürchtungen unbegründet.














