Zurich und VSMA kooperieren bei Klimarisiken im Maschinenbau

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Extremwetterereignisse und deren Folgen bergen Risiken, die durch gezielte Prävention deutlich reduziert werden können.

Extreme Wetterereignisse gelten als zentrales Geschäftsrisiko der kommenden Jahre. Eine neue Kooperation zwischen Zurich Resilience Solutions und der VSMA GmbH soll Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau helfen, Klimarisiken systematisch zu analysieren und präventiv gegenzusteuern.

Naturgefahren wie Starkregen, Hitzewellen oder Überschwemmungen zählen laut dem Global Risks Report 2026 des World Economic Forum zu den größten Risiken des kommenden Jahrzehnts. Für Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau stellen solche Ereignisse eine wachsende Herausforderung für Standorte, Lieferketten und Produktionsprozesse dar.

Vor diesem Hintergrund hat die Zurich Gruppe Deutschland eine neue Kooperation geschlossen. Die operative Einheit Zurich Resilience Solutions arbeitet künftig mit der VSMA GmbH zusammen, dem auf den Maschinen- und Anlagenbau spezialisierten Versicherungsmakler und Tochterunternehmen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA.

Kern der Zusammenarbeit ist die VSMA-Klimaszenarioanalyse, die exklusiv für Kundinnen und Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau angeboten wird. Ziel ist es, klimabedingte Risiken frühzeitig sichtbar zu machen und fundierte Entscheidungen zur Vorsorge zu ermöglichen.

Klimarisiken frühzeitig erkennen

Die Klimaszenarioanalyse ist als präventives Risikomanagement-Instrument angelegt. Risikoingenieurinnen und -ingenieure von Zurich Resilience Solutions bewerten dabei sowohl aktuelle Gefährdungen als auch mögliche Entwicklungen in der Zukunft. Grundlage sind unterschiedliche Klimaszenarien und Zeithorizonte, die eine belastbare Einschätzung erlauben.


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Die Analyse erfüllt nach Angaben der Beteiligten sämtliche regulatorischen Anforderungen und ist konform mit nationalen und europäischen Vorgaben. Dazu zählen unter anderem die Corporate Sustainability Reporting Directive, die EU-Taxonomie sowie das KRITIS-Dachgesetz.

Durch diese Ausrichtung lässt sich die Analyse auch für Berichts- und Dokumentationspflichten nutzen, die für viele Industrieunternehmen an Bedeutung gewinnen.

Branchenwissen trifft Risikoexpertise

Zurich Resilience Solutions bringt Erfahrungen aus weltweit mehr als 60.000 Risikoanalysen pro Jahr ein. Die VSMA begleitet den Prozess mit ihrer Branchenexpertise und stellt sicher, dass die Besonderheiten des Maschinen- und Anlagenbaus berücksichtigt werden.

Die Klimaszenarioanalyse verbindet Portfolioanalysen über mehrere Standorte oder Zulieferer hinweg mit detaillierten Bewertungen einzelner Betriebsstätten. Ergänzt wird dies durch konkrete Anpassungsvorschläge, die gemeinsam mit den Unternehmen erarbeitet und in bestehende Strategien integriert werden können.

Bewertungen können sich dabei an Sachwerten, Versicherungswerten, Umsätzen oder weiteren unternehmensrelevanten Kennzahlen orientieren. Digitale Werkzeuge und Visualisierungen sollen Entscheidungsträgern einen schnellen Überblick über Risiken und Handlungsoptionen ermöglichen.

Prävention statt Reaktion

„Extremwetterereignisse und deren Folgen bergen Risiken, die durch gezielte Prävention deutlich reduziert werden können. Durch die Kooperation mit der VSMA ermöglichen wir Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagebau diese Risiken zu erkennen und konkrete Wege zur Stärkung ihrer individuellen Klimaresilienz einzuschlagen. So können Betriebe ihre Standorte und Lieferketten vorausschauend und ganzheitlich absichern“, sagt Petra Riga-Müller, Vorständin für den Bereich Commercial Insurance Germany bei der Zurich Gruppe Deutschland.

Auch die VSMA sieht in der Analyse einen wichtigen Ansatzpunkt für ein angepasstes Risikomanagement. „Die wachsenden Klimarisiken erfordern eine Neuausrichtung des Risikomanagements. Um die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus bestmöglich zu schützen ist eine Kombination aus Risikoanalysen, individuellen Versicherungslösungen und präventiven Maßnahmen dringend zu empfehlen“, erklärt Nina Nodorf, Leiterin des Ressorts Sachversicherungen bei der VSMA GmbH.

Die Klimaszenarioanalyse sei dabei ein erster Schritt, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu planen, die die Sicherheit von Produktions- und Geschäftsprozessen langfristig erhöhen.

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