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Digital gut beraten

Foto von Christopher Wintrich, Berater Digitale Immobilienfinanzierung bei der ING Deutschland
Christopher Wintrich, Berater Digitale Immobilienfinanzierung bei der ING Deutschland

Ein Interview mit Christopher Wintrich, Berater Digitale Immobilienfinanzierung bei der ING Deutschland über neue Wege in der Beratung.

Cash.: Was genau macht eigentlich ein Berater Digitale Immobilienfinanzierung bei der ING?

Im Prinzip genau das, was der Vermittler braucht. Zu Beginn meiner Tätigkeit bei der ING haben wir unsere Partner gefragt, wo der ‚digitale Schuh‘ am meisten drückt. Heute bin ich in ganz unterschiedlichen Themenbereichen unterwegs. Die einen benötigen eine Website als Visitenkarte. Die anderen wollen mit ihrer Webpräsenz mehr Kunden gewinnen. Und die dritten planen einen Social-Media-Auftritt und suchen ein Konzept. Hier gebe ich ganz persönliche Hilfestellung. Oft bin ich auch einfach nur Sparrings-Partner, wenn es um ganz allgemeine Fragen zur IT-Ausstattung oder zur künftigen IT-Sicherheit geht.

Cash.: Sind die jungen Vermittler – Stichwort Generation Y und Z – digitaler als die älteren?

Das kann man so nicht sagen, sicherlich stehen sie digitalen Themen offener gegenüber als ihre Vorgänger-Generationen. Am Ende ist der Umgang mit der Digitalisierung, so meine Einschätzung, immer auch eine Einstellungssache. Habe ich Lust auf neue Themen? Passt die digitale Anwendung zu mir und meinen Zielen? Natürlich muss sich jeder Vermittler immer wieder klar machen: Wenn ich nicht mit der Zeit gehe, dann gehe ich mit der Zeit.

Cash.: Welche digitalen Features bietet Ihre Bank zur Beratung an?

Für die Abwicklung des Tagesgeschäfts profitieren unsere Vermittler vom eHyp-Partnerportal. Für die Antragsbearbeitung bieten wir eine fallbezogenen Upload-Funktion, im Kundenkontakt unterstützen wir unter anderem mit einem Liveberatungstool auf Screen-Sharing Basis oder mit einem Link, über den der Kunde seine für das Gespräch wichtigen Unterlagen schon vor dem Gespräch hochladen kann. Darüber hinaus können sich Vermittler bei uns über Webinare fortbilden bzw. sich Leads auf unserer digitalen Empfehlungs-Plattform ‚mein-baufinanzierungsberater.de‘ generieren. Wir bieten unseren Vermittlern über mich eine Beratung zu digitalen Potenzialen anbietet.

Cash.: Wo sehen Sie die digitalen Hauptbaustellen im Vermittlermarkt?

Ein Schwerpunkt liegt in der eigenen regionalen Vermarktung via Webseite und Social-Media. Aber auch beim Suchen und Finden einer passenden CRM-Software ist noch viel Potenzial nach oben. Ein weiteres wichtiges Thema ist die digitale Vorqualifizierung von Kunden – hier gibt es tolle Technologien, die das erste Beratungsgespräch punktgenauer, schneller und damit auch effizienter über die Bühne gehen lassen. 

Cash.: Sie bieten Ihren Vermittlern eine digitale Weiterbildung an – wie sieht das Programm aus?

Die Nachfrage ist hoch, weshalb wir unser Webinar-Programm jetzt auch zur „Digitalisierung“ unserer Vermittler ausbauen möchten. Wir werden künftig besonders digitale Vermittler online schulen und dazu ein Testat erstellen. Unser Ziel ist es, unsere Partner digital so fit zu machen. Wie wichtig das ist, zeigt sich aktuell in Zeiten von Corona.

Cash.: Was kann ein Vermittler selbst tun, um sich für die digitale Zukunft fit zu machen?

Nicht ängstlich sein, sondern einfach mal ausprobieren. Wir wollen Vermittler ermutigen, selbstständig ‚ihr Ding‘ zu machen. Sich bei Facebook anmelden kann ein erster Schritt sein. Sich eine eigene Website bauen – gerne auch mit professioneller Hilfe. Oder ein Seminar in digitaler Kommunikation besuchen. Am Ende geht es darum, immer wieder an seiner digitalen Reife zu arbeiten. Das ist viel und nicht immer einfach – aber dafür gibt es ja uns. Wir unterstützen jeden Einzelnen, damit er bei diesem Thema seine Prioritäten richtig setzt.

Cash.: Angenommen, Sie haben 3 digitale Wünsche für Ihre Vermittler frei, welche wären das?

1. Nicht warten, sondern starten. Sich etwas trauen, ausprobieren. Und wenn es nicht klappt, die nächste digitale Lösung steht schon bereit.

2. Sich selbst nicht zu ernst nehmen. Das gilt besonders für den Bereich Social-Media. Sich als Person mit Stärken zeigen, aber auch mit Ecken und Kanten. Einem ‚menschlichen‘ Vermittler traut man auch gerne die Baufinanzierung an.

3. Für sich selbst werben. Gerade jetzt, wo die Filialen immer weniger werden, ist es höchste Zeit, auf sich aufmerksam zu machen. Denn bei aller Digitalisierung ist sicher: Der persönliche Kontakt wird in der Baufinanzierung auch künftig eine wichtige Rolle spielen.

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