Bilanz 2020: Barmenia baut Marktposition aus

Foto: Barmenia
Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungsgruppe

Beachtliches Resultat trotz Corona-Pandemie: Die Barmenia Versicherungsgruppe verzeichnet für das Jahr 2020 ein deutliches Plus bei den Beiträgen von 4,2 Prozent.

„Das Jahr war in jeder Hinsicht anspruchsvoll. Nicht nur das Niedrigzinsniveau, sondern auch die Covid-19-Pandemie forderten uns deutlich. Trotzdem haben wir unsere Ziele erreichen können“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Eurich die Bilanzzahlen des Jahres 2020.

Plus 5,6 Prozent in der SHU

Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,6 Prozent auf 224,3 Millionen Euro. Die Zahl der Verträge steigerte sich um 3,8 Prozent auf 1.209.193 Verträge. Wachstumstreiber im Jahr 2020 waren nach laut Unternehmensmitteilung in der Sachversicherungssparte die Haftpflicht- sowie Hausrat- und Wohngebäudeversicherung.

KV mit deutlichen Bestandszuwachs

Mit einem Bestandszuwachs von 8,7 Prozent auf nunmehr über 1.404.700 Versicherte entwickelte sich die Krankenversicherung stärker als der Markt. Die gebuchten Brutto-Beiträge erhöhten sich im Geschäftsjahr um 4,8 Prozent auf 1.857,8 Mio. Euro. In der herausfordernden Sparte der Krankheitskosten-Vollversicherung baute die Barmenia mit über 600 Personen leicht an und verzeichnet nun einen Bestand von über 300.600 versicherten Personen. Nach der Einführung der „Mehr-für-Sie“-Produkte im Geschäftsjahr sei der Personen-Nettobestand in der Zusatzversicherung um rund 11,6 Prozent auf rund 1.104.100 Personen deutlich angestiegen, hob die Gesellschaft weiter hervor.

Für rund 82.000 leistungsfrei gebliebene Kunden in der Krankheitskosten-Vollversicherung wurden im Geschäftsjahr 62,7 Millionen Euro aus der erfolgsunabhängigen RfB ausgezahlt. Das versicherungsgeschäftliche Ergebnis erhöhte sich um 7,4 Prozent auf 180,6 Millionen Euro (Vj.: 168,1 Mio. Euro).

Bedeutung der bKV wächst weiter

Für 2021 erwartet der Wuppertaler Versicherer, dass das bKV-Geschäft weiter an Bedeutung gewinnt. So geht im Juli das Konsortium bestehend aus der Barmenia und der R+V mit Care-Flex-Chemie als erstem Abschluss im tarifvertraglichen Umfeld für weit mehr als eine halbe Million Beschäftigte an den Start. Das frei verfügbare Pflegemonatsgeld soll das private Vermögen schützen und Pflegebedürftige wie pflegende Angehörige der Chemie-Branche entlasten. Der Versicherer hofft, dass das Gelingen der Pflege-Branchenlösung als Blaupause für bereits angedeutete Überlegungen in der Politik dienen könnte, eine anstehende Pflegereform auch betriebliche Lösungen als eine Antwort auf die Pflegeproblematik in Betracht ziehen könnte.

Barmenia Leben: Abrieb unter dem Einfluss von Corona

Die Entwicklung in der Lebensversicherung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr bedeutend durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst. Das habe sich herausfordernd auf den Vertrieb der beratungsintensiven Lebensversicherungs- und Altersvorsorgeprodukte ausgewirkt, betont der Versicherer. Das Annual Premium Equivalent (APE) lag im abgelaufenen Jahr bei 34,6 Millionen Euro (Vj.: 37,4 Mio. Euro). Die gebuchten Bruttobeiträge sanken ebenfalls und erreichten einen Stand von 262 Millionen Euro (Vj.: 264,4 Millionen Euro). Die darin enthaltenen laufenden Beiträge wuchsen im Gegensatz zur Branche (minus 0,8 Prozent) deutlich um 4,3 Prozent auf 219,8 Millionen Euro.

Produktanpassungen angekündigt

Um die Chancen in den Marktsegmenten private und betriebliche Altersversorgung in den kommenden Jahren zu nutzen, justiert die Barmenia Leben ihr Produktportfolio nach. Ins neue Jahr startete der Lebensversicherer mit einer optimierten Berufsunfähigkeitsversicherung. Der neue „Passend-Für-Sie-Berufsunfähigkeitsschutz“ mit der Barmenia SoloBU biete nun risikogerechten und maßgeschneiderten Versicherungsschutz zur Einkommenssicherung. Er enthalte zudem optimierte BU-Bedingungen. Damit sei die Absicherung unkompliziert und einfach abzuschließen, betont der Versicherer.

Der Vorstandsvorsitzende der Versicherungsgruppe, Dr. Andreas Eurich blickt trotz der Herausforderungen des vergangenen Jahres und der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie zuversichtlich auf das 2021: „Diskussionen zur Gesundheits- und Altersversorgung werden uns im Bundestagswahljahr sicherlich begleiten. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es im Laufe des Jahres zu einer konjunkturellen Erholung kommen wird, die auch unsere Unternehmens-Gruppe in die Lage versetzt, unsere Marktposition weiter auszubauen.“ (dr)

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