„Gute Berater bieten finanzielle Bildung und helfen Anlegern, ihre langfristigen Ziele zu erreichen“

Furio Pietribiasi, CEO Mediolanum International Funds (l.) und Dirk Fischer, Geschäftsführer Patriarch Multi-Manager GmbH (r.)

Mediolanum International Funds erweitert seine Geschäftstätigkeit auf dem deutschen Markt bund setzt im Vertrieb stark auf unabhängige Berater und die Patriarch Multi-Manager GmbH als Partner. Furio Pietribiasi, CEO von Mediolanum International Funds, und Dirk Fischer, CEO von Patriarch, sprechen über die unterschätzte Bedeutung von Beratern und die Vielfalt des Mediolanum Fondsuniversums.

Herr Pietribiasi, Mediolanum International Funds wächst trotz der Corona-Krise und baut aktuell seine Präsenz auf dem deutschen Markt aus. Hierzulande tummeln sich bereits einige große Player. Was unterscheidet Mediolanum vom Wettbewerb?

Pietribiasi: Mediolanum International Funds hat sich von Anfang an auf die Bedürfnisse der Privatanleger konzentriert. Die Qualität der Produktperformance ist zwar wichtig, aber noch wichtiger ist es, Fehler zu vermeiden, die durch die typischen Verhaltensmuster von Privatanlegern entstehen.

Daher haben wir unsere Produkte mit Dienstleistungen kombiniert, die nicht nur die Verhaltensverzerrungen, sogenannte Behavioral Biases, abmildern, sondern auch die langfristigen Renditen optimieren. Der Schlüssel zum bisherigen Unternehmenserfolg in anderen Märkten ist die hohe Kundenzufriedenheit durch das Zusammenspiel einer professionellen Finanzplanung mit maßgeschneiderten Investmentlösungen und Dienstleistungen.

Darüber hinaus grenzen wir uns auch durch unseren Multi-Manager-Ansatz von der Konkurrenz ab. Wir setzen auf Lösungen, die die leistungsstärksten Manager im Markt mit unserer internen Investmentexpertise kombinieren. Egal ob die Manager aus einem bekannten Unternehmen oder einer kleinen Boutique stammen: Bei uns zählt, dass sie unter unterschiedlichen Marktbedingungen eine hervorragende Performance erzielen können. 

Warum haben Sie sich im Vertrieb auf unabhängige Finanzberater konzentriert?

Pietribiasi: IFAs haben die Interessen der Anleger genau im Blick, da ihre Vergütung von der Zufriedenheit und dem Erfolg ihrer Kunden abhängt. Abgesehen davon sind unabhängige Finanzberater jederzeit und überall für ihre Kunden erreichbar, um sie zu informieren, zu beraten und finanziell zu schulen – auch an Wochenenden. 

Denken Sie, dass die Finanzberatung unterschätzt wird?

Pietribiasi: Absolut, es gibt einen großen Bedarf an Finanzplanung und Bildung. Anleger können aus einer immer größer werdenden Zahl von Investmentlösungen wählen, deren Risiken und Chancen nicht immer leicht zu verstehen sind. Darüber hinaus muss eine Lösung mit den individuellen Investment-Zielen der Kunden kompatibel sein. Hinzu kommen die Komplexität und Volatilität der Märkte. Oft fehlt Anlegern das Fachwissen, einzuschätzen, wie sie Chancen nutzen und Risiken mindern können.

Deshalb wissen gut informierte Anleger, wie wichtig die Unterstützung durch einen professionellen Berater ist. Laut einer aktuellen Studie fühlen sich Privatanleger, die regelmäßig Beratungsleistungen in Anspruch nehmen, sicherer und gelassener, da sie ihrem Berater und seiner Kompetenz auch in schwierigen Zeiten vertrauen. Daher generiert die Beratung nicht nur einen finanziellen Wert, sondern trägt auch zu einer besseren Lebensqualität bei und hilft Anlegern, ihre langfristigen Ziele zu erreichen.

Was macht einen guten Berater Ihrer Meinung nach aus?

Fischer: Wichtig sind vor allem Transparenz und Kontinuität in der Beratung. Das heißt, das Beratungsangebot ist auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten, erfolgt offen und in regelmäßigen Abständen. Dazu müssen Berater Fachwissen, Kommunikationsstärke und Unparteilichkeit mitbringen, um jederzeit effizient im Interesse ihres Kunden handeln zu können. Besonders wichtig ist dabei Authentizität: Berater sollen die Risiken noch vor den Chancen aufzeigen.

Wie kann Mediolanum hierbei die Berater unterstützen?

Pietribiasi: Wir arbeiten seit jeher vorwiegend für Finanzberaternetzwerke und wissen deshalb genau, was der Kunde von seinem Berater erwartet und wie wir ihm helfen können. Deshalb können wir die Berater mit Marketing und Schulungsmaterialien unterstützen, die auf Privatkunden zugeschnitten sind.

Was jedoch noch wichtiger ist: Dank unserer in die Produkte eingebetteten Strategien, wie zum Beispiel die Intelligent-Investor-Strategy, können wir die Berater besonders in Krisenzeiten und angesichts volatiler Märkte bei einem effizienten Kundenmanagement unterstützen. Dieses systematische Anlageprogramm sorgt dafür, dass Investments über drei bis fünf Jahre regelmäßig von kurzfristigen festverzinslichen Lösungen in risikoreichere Aktienfonds umgeschichtet werden.

Während dieser Service schon bei normalen Marktbedingungen erlaubt, vom Durchschnittskosteneffekt zu profitieren, werden die meisten Vorteile bei Marktabwertungen erzielt, weil sich der Umfang der Umschichtungen verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht oder verfünffacht, wenn die Märkte um 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent oder über 20 Prozent fallen. Die Strategie bietet zudem verschiedene Möglichkeiten der Gewinnmitnahme, wenn bestimmte Wertsteigerungsziele für das gesamte Investment erreicht werden.

Dieser Service spart Finanzberatern viel Zeit, da sie nicht mehr auf ihre Kunden zugehen müssen, um zusätzliche Investitionen vorzuschlagen, wenn die Märkte volatil sind, und die Anleger besorgt über die Marktbewertungen sind. Darüber hinaus arbeitet Mediolanum mit einem Vergütungsmodell, das die Kundentreue fördert und für Berater gegenüber dem Wettbewerb sehr attraktiv ist.

Herr Fischer, was macht die Mediolanum-Fondspalette aus Ihrer Sicht für Berater und Anleger besonders interessant?

Fischer: Seit 2015 vermarktet Patriarch bereits die beiden „GAMAX“-Fonds für Mediolanum International Funds. Als sich Mediolanum dafür entschied, seine Geschäftstätigkeit auf dem deutschen Markt zu erweitern, haben wir uns darüber gefreut, dass sie uns nun ihre gesamte Fondspalette anvertrauen. Während hinter dem Namen „GAMAX“ ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro steckt, symbolisieren die Mediolanum-Fonds 49 Milliarden Euro über 60 Fonds verteilt. Das eröffnet ein sehr umfassendes Anlageuniversum.

Besonders spannend finde ich den Multi-Manager-Ansatz von Mediolanum. Knapp 90 Prozent der aktuell existierenden Fonds sind an Drittmanager zur Betreuung vergeben, darunter Branchengrößen wie Wellington, Morgan Stanley, Schroders, Robeco, Fidelity und DJE Kapital AG. Viele der Mediolanum-Fonds haben ein Gesamtnettovermögen jenseits der Milliardengrenze und haben bereits einen Track-Record von über zehn Jahren.

Darüber hinaus finden sich thematisch unter den Fonds nahezu jeder Asset- und Anlagebereich, alle Instrumente, Sektoren sowie Regionen wieder. Damit erschließt sich den Beratern eine einzigartige Produktplattform, die für den deutschen Markt neu ist. Sie können mit der Investition in nur einen Fonds etwas anbieten, was sonst nicht möglich wäre, nämlich den Zugang zu einem diversifizierten Portfolio der besten Investmentmanager. Somit haben ihre Empfehlungen für Anleger den Charme eines „Geheimtipps“. 

An welche Zielgruppe richtet sich die Mediolanum-Fondspalette?

Fischer: Die Mediolanum-Fondspalette richtet sich an die Fondspicker im Markt, die stets nach attraktiven Zielinvestments suchen. Dafür hält das Mediolanum-Universum verschiedene Fonds mit thematischen Strategien bereit. Dazu gehören Themen wie die „Neue Seidenstraße“, Demografie, Nachhaltigkeit, Technologie, Disruption oder High Yields. Damit kommen sowohl Kunden, die gern auf etablierte internationale Anbieter wie bisher beispielsweise Templeton oder Fidelity vertrauen, auf ihre Kosten als auch Kunden, die immer auf der Suche nach neuen Anlagethemen sind.

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