Deutsche sparen weiter

Eine Trendwende im Sparverhalten der Deutschen wird es 2005 nicht geben. 63 Prozent der Bundesbürger werden mehr oder mindestens genauso viel sparen, wie im Jahr 2004. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD, Hannover, ermittelt hat. Demnach wollen lediglich 26 Prozent der Deutschen im Jahr 2005 mehr Geld ausgeben als im Vorjahr. Acht Prozent gaben an, gar nicht sparen zu wollen. Forsa hatte 1.006 Zielpersonen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren zu ?Sparen und Geldanlagen? befragt.

Gefragt danach, wo die Deutschen am ehesten Geld einsparen wollen, lagen die Bereiche Energiekosten (67 Prozent), Telefonkosten (67 Prozent), Restaurantbesuch (65 Prozent) mit großem Abstand an der Spitze. Danach folgen Reisen (49 Prozent), Versicherungen (37 Prozent), Lebensmittel (33 Prozent) und Wohnungskosten (29 Prozent). Ein Sparen beim Sparen hingegen wird es nur geringfügig geben. Beim Notgroschen wollen nur 19 Prozent der Befragten sparen und beim Aufbau einer Altersvorsorge lediglich zwölf Prozent.

Bezüglich der ab 1. Januar 2005 geltenden Änderungen beim Alterseinkünftegesetz gibt es laut Umfrage in Deutschland noch ein erhebliches Informationsdefizit. Nur 25 Prozent der Bundesbürger fühlen sich ausreichend über die Neuerungen informiert, 74 Prozent geben an, zu wenig über neue staatliche Zulagen, nachgelagerte Besteuerung und Schichtensystem zu wissen. ?Dabei werden vor allem unabhängige Finanzdienstleister mit ihrem ganzheitlichen Beratungsansatz Aufklärungsarbeit leisten müssen. Viele Bundesbürger wissen nämlich noch gar nicht, dass sie ab dem Januar zusätzliche Chancen besitzen eine notwendige private Altersvorsorge aufbauen können?, kommentiert AWD-Vorstandsvorsitzender Carsten Maschmeyer.

38 Prozent der Befragten gaben zudem an, sich am liebsten von einem unabhängigen Finanzberater Rat in Finanzfragen zu holen. Weniger glaubwürdig als Berater nehmen die Bürger hingegen die Hausbank (30 Prozent), eine Versicherung (neun Prozent) oder eine Fondsgesellschaft (fünf Prozent) wahr.

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