22. Juni 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EuGH: Keine Umsatzsteuer auf Kreditvermittlung

Der Europäische Gerichtshof (EuGH), Luxemburg, hat ein wichtiges Urteil zur Steuerpflicht bei der Vermittlung von Krediten gesprochen. Demnach sind Finanzdienstleister, die auf Provisionsbasis arbeiten, in erster Linie Vermittler und nicht Berater, so dass Ihre Provisionserlöse nach Ansicht der Richter nicht der Umsatzsteuer unterliegen.

In dem vorliegenden Fall hatte ein Berater der Deutschen Vermögensberatung AG, Frankfurt, einem Anleger einen Kredit vermittelt und dafür eine Provision von 267 Euro erhalten, die nach dem Willen des zuständigen Finanzamtes mit Umsatzsteuern belegt werden sollte. Das Landgericht Brandenburg rief den EuGH an um zu klären, wie die Tätigkeit der Beraters einzustufen sei.

Die Luxemburger Richter befanden, dass die Vermittlung als Hauptleistung und die Beratung als bloße Nebenleistung anzusehen sei, da die von der DVAG und ihrem Untervertreter erbrachten Leistungen von den kreditgebenden Finanzinstituten nur dann vergütet würden, wenn der Kunde einen Kreditvertrag abschließe. Die Vermögensberatung werde dagegen nur “in einem vorbereitenden Stadium geleistet”. Insofern sahen die Richter die Kriterien erfüllt, die nötig sind, um die Tätigkeit des Beraters als “Vermittlungsleistung” einzustufen, die nach geltendem Recht von der Umsatzsteuer befreit ist.

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Erster im Markt: Gothaer bündelt bAV- und bKV-Verwaltung in einem Portal

Um den Verwaltungsaufwand für die betriebliche Vorsorge und Absicherung für Arbeitgeber deutlich zu vereinfachen, bündelt die Gothaer als erster Versicherer die bAV und bKV-Verwaltung für Arbeitgeber in einem gemeinsamen Portal.

mehr ...

Immobilien

Stadtflucht wegen Coronakrise?

Treibt Corona die Deutschen aufs Land? Immerhin haben die Vorteile der Stadt in Zeiten von Kontakteinschränkungen und Sperrstunden weniger Relevanz. Große Menschenansammlungen sind auf dem Land leichter zu meiden. Doch spiegelt sich diese landläufige Ansicht auch im Suchverhalten und den Nachfragepräferenzen von Immobiliensuchenden wider?

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Konsolidierung mit Kapital und Köpfen

Suchten Makler in der Vergangenheit Anschluss an einen Pool oder wollten zu einem anderen wechseln, lenkten sie den Blick meist auf die Provisionstabellen. Wettbewerb lief vor allem über die Vergütung und Produktpalette. Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich spielen beide Kriterien noch eine Rolle, aber die entscheidende Frage lautet: Wie bewältigt der Pool des Vertrauens die Herausforderungen, die wegen der enorm schnellen und einschneidenden technischen Entwicklung entstehen?

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...