Anzeige
Anzeige
1. Juli 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bankkunden sind leicht zu verführen

Die Deutschen halten ihrer Bank nicht lange die Treue, wenn sie andere Angebote attraktiv finden. Dies hat zumindest das Kölner Marktforschungsinstitut psychonomics herausgefunden.

Die Akzeptanz von Angeboten fremder Banken ist in Deutschland stärker ausgeprägt als bei US-Amerikanern oder Briten. Jeder zweite Deutsche findet es gut, unaufgefordert Konkurrenzangebote zu erhalten und attraktive Zinskonditionen für Tagesgelder oder Kredite auch bei Nebenbanken in Anspruch zu nehmen. Noch offener für neue Häuser zeigt sich lediglich die Bevölkerung in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), wo zwei Drittel der Befragten unaufgeforderte Konkurrenzangebote begrüßen.

Deutsche wollen attraktive Zinsen

Das gehobene Interesse der Deutschen an attraktiven Zinsen spiegelt sich auch in der selbst eingeschätzten Kompetenz in Finanzangelegenheiten wieder. 42 Prozent der Deutschen geben an, sich in Geldangelegenheiten gut auszukennen, und 25 Prozent verfolgen regelmäßig Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Damit liegen die Bundesbürger nur etwas hinter der internationalen Benchmark der Bankkunden aus den USA und noch vor den Briten, die nur zu 16 Prozent Indexentwicklungen am Aktienmarkt im Auge behalten.

Die Deutschen schätzen zudem den persönlichen Kontakt: Drei Viertel haben einen eigenen Berater bei ihrer Hauptbank, in den USA nur ein Drittel und in Großbritannien nur ein Zehntel. Die intensive Kunden-Berater-Beziehung in den deutschen Banken schlägt sich auch im Informationsverhalten nieder: Der Ansprechpartner in der Bankfiliale ist für die meisten Deutschen (61 Prozent) die erste Informationsquelle. Britten nutzen am häufigsten das Internet als ersten Anlaufpunkt (56 Prozent). US-Amerikaner und die befragten Emiraties suchen dagegen primär eine Person des Vertrauens aus ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis (USA: 34 Prozent, VAE: 60 Prozent).

Wachstumsmarkt Vereinigte Arabische Emirate

Während in den traditionellen Wirtschaftsräumen das Absatzpotenzial für Bankprodukte eher gering ist ? nur rund 30 Prozent wollen in den nächsten zwölf Monaten welche abschließen ? präsentieren sich die VAE als ausgeprägtes Wachstumsland für Finanzprodukte im Retailgeschäft. Bei den 66 Prozent abschlussbereiten Kunden liegen Kreditkarten und Autofinanzierungen sowie Spar- und Investment-Produkte hoch im Kurs. Ein möglicher Grund: Die im internationalen Vergleich junge und gut verdienende Bevölkerung in den VAE zahlt keine Steuern und Sozialabgaben, was den Bedarf an privater Absicherung für Altervorsorge- und Versicherungsprodukte zusätzlich fördert. (aks)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Head of Global Sales bei Schroders

Schroders ernennt Daniel Imhof zum neuen Head of Global Sales. Mit der neu geschaffenen Position will das Haus auf die immer komplexer werdenden Kundenbedürfnisse sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkenntnissen eingehen.

mehr ...

Berater

Emerging Markets: Der Staub legt sich

Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben schwierige Zeiten hinter sich. Einst gefeiert, dann geschmäht – so lassen sich die letzten zehn Jahre zusammenfassen. Nach und nach werden die guten Perspektiven aber wieder klarer. Gastkommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...