Anzeige
9. Oktober 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Makler für PKV-Vertrieb immer wichtiger

Ausschließlichkeitsorganisationen sind für den Vertrieb privater Krankenversicherungen (PKV) nachwievor der wichtigste Vertriebsweg. Allerdings folgen die Makler dicht auf den Fersen. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie über den PKV-Vertrieb des Frankfurter Beratungsunternehmens Towers Perrin.

Der Anteil der Ausschließlichkeitsorganisationen (AO) im Vergleich zum Vorjahr (57 Prozent) ist jedoch mit aktuell 50 Prozent deutlich gesunken.

Unabhängige Vermittler holen auf

Der Anteil der unabhängigen Vermittler am Privaten Krankenversicherungsmarkt beträgt rund 34 Prozent (Vorjahr ca. 31 Prozent). Sie erreichen damit eine ähnliche Bedeutung wie im Lebensversicherungsmarkt. Heijo Hauser: ?Da die Vielzahl und Komplexität der Krankenversicherungstarife steigt, wächst auch der Bedarf nach unabhängiger Beratung. Dies betrifft vor allem die Krankenvollversicherung?, kommentiert Heijo Hauser, Managing Director bei Towers Perrin, den Trend.

Kein Zuwachs für den Bankvertrieb

Der Bankvertrieb hat weiterhin eine sehr geringe Bedeutung für den Vertrieb von Krankenversicherungspolicen und bewegt sich mit drei Prozent auf dem Vorjahresniveau. Die äußerst beratungsintensiven Produkte in der Krankenversicherung passen weniger zum Kerngeschäft einer Bank, schlussfolgert Towers Perrin.

Erfolgreicher Direktvertrieb nur bei Zusatztarifen

Für das Neugeschäft der Privaten Krankenversicherer ist der Direktvertrieb mit lediglich zwei Prozent Marktanteil von geringer Bedeutung. Lediglich Zusatztarife eignen sich durch die offensichtlich geringe Komplexität und die geringen Beiträge für diesen Vertriebskanal. Jedoch variiert die Bedeutung stark unter den Anbietern. Die meisten Gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) haben Partnerschaften mit Privaten Krankenversicherern geschlossen, die ihren Mitgliedern zu günstigeren Konditionen Zusatzversicherungen anbieten. Die Kooperationen mit der GKV erreichen hinsichtlich der Zusatzpolicen einen Marktanteil von etwa sechs Prozent (Vorjahr vier Prozent). Der Zuwachs zeiget, dass sich die GKV-Kooperationen weiter im Markt etabliert haben und voraussichtlich auch in Zukunft einen interessanten Vertriebsweg darstellen werden.

Uneinheitliches Stimmungsbild

Im allgemeinen Stimmungsbild schätzen die Teilnehmer die Entwicklung des Vertriebskanals Makler positiv ein und weisen dem Ausschließlichkeitsvertrieb weiterhin hohe Bedeutung zu. Beim Vertrieb über Bank beziehungsweise Internet ergibt sich ein recht uneinheitliches Bild. Während etwa 50 Prozent der Befragten diesen Vertriebswegen auch zukünftig keine Bedeutung beimessen, sehen 30 Prozent dort Entwicklungspotenzial. Nur elf Prozent der Teilnehmer versprechen sich zukünftig Neugeschäft über den klassischen Direktvertrieb. Für 78 Prozent hat dieser Vertriebsweg keine Relevanz. (aks)

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Allianz überarbeitet Rechtsschutz-Tarife

Die Allianz startet im Oktober ihr neues Privat-Rechtsschutz-Angebot. Nach Angaben des Versicherers wurden die weltweit geltenden Versicherungssummen in allen drei Rechtsschutzvarianten angehoben.

mehr ...

Immobilien

Mietlager profitieren von höheren Wohnkosten

Die Urbanisierung und steigende Mieten treibt auch die Gebühren für Mietlager. Immer mehr Menschen suchen externe Lager, um die Miete für mehr Lagerraum in der eigenen Wohnung zu sparen. Der Markt wächst auch in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

“Einführung des Euro war Europas größter Fehler”

Eine stabile europäische Währungsunion wird nie existieren. Darüber sind sich die Europa-Experten einig, die beim zweiten Feri Science-Talk über die Zukunft und Schwierigkeiten des Euro diskutiert haben. Keiner der Lösungsvorschläge scheint gut genug, um die wachsenden Probleme zu lösen.

mehr ...

Berater

Fondskonzept und DGFRP beschließen IT-Kooperation

Wie die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) und der Illerstissener Maklerpool Fondskonzept mitteilen, arbeiten sie ab dem 1. November in der Informationstechnologie zusammen. Hierzu bündeln die beiden Maklerdienstleister ihre IT-Lösungen und fassen Ressourcen in den Sparten Investment und Versicherungen zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Autark Invest: Vertrieb mit abgelaufenem Prospekt?

Die Finanzaufsicht BaFin weist auf ihrer Website darauf hin, das der Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH, Olpe, “ungültig” ist. Er hat sein gesetzliches Haltbarkeitsdatum überschritten.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...