Anzeige
8. Mai 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

QFZ veranstaltet erste Diskussionsrunde

Die Brancheninitiative Qualität formt Zukunft (QFZ) hat am 7. Mai in Hannover ein erstes Expertengespräch zum Thema ?Ganzheitlichkeit in der Finanzberatung? geführt.
Diskutiert wurde, inwieweit sich die Finanzberatung infolge der gesetzlichen Neuregelungen wie MiFID, VVG-Reforum und EU-Versicherungsvermittlerrichtline ändern muss, um der Lebenssituation des Kunden gerecht zu werden.

Teilnehmer der Runde waren Jörg Jacob, ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung beim Hannoveraner Finanzdienstleister AWD und jetzt stellvertretender Geschäftsführer der QFZ, Michael Totz, Vorstand beim Hamburger Vermögensberater 11experts sowie die Professoren Philipp Janetzke vom Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik und Finanzplanung an der Fachhochschule in Weihenstephan und Micha Bergsiek vom Lehrstuhl BWL, Finanzdienstleistungen, Marketing/Vertrieb an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn.

Die Teilnehmer waren sich weitgehend einig, dass die Gesetzesnovellen bislang keine Garantie für eine qualitativ hochwertige Beratung bedeuten und zunächst definiert werden müsste, wie Ganzheitlichkeit in der Praxis umgesetzt werden könne. Janetzke sieht etwa den tatsächlichen Bedarf eines Kunden als Ausgangspunkt für eine umfassende Beratung. ?Es sollten alle Bereiche der Kapitalanlage und nicht ausschließlich Versicherungsprodukte betrachtet werden Sinnvoll wäre eine Vernetzung aller Bereiche. Eine gute Software kann dabei Finanzberatung auf hohem Niveau ermöglichen?, so der Wissenschaftler.Jacob fordert mehr Qualitätskontrollen, um Falschberatung zu vermeiden und die ?Schwarzen Schafe? der Branche sanktionieren zu können. Basis dafür sei wiederum, einheitliche Standards und Richtlinien zu formulieren, wonach qualitativ hochwertige und langfristige Beratung erfolgen könne. ?Die Financial-Planning-Ansätze sind gut, aber noch nicht weit genug gedacht?, so der Vertriebsprofi. Mithilfe von zahlreichen Expertengesprächen und der Initiative QFZ wollen er und Geschäftsführer Thomas Walter eine standardisierte Beratungskompetenz schaffen.

Darüber hinaus wurde über alternative Vergütungsmodelle wie Honorarberatung gesprochen. Alle Referenten sind der Meinung, dass die Zahlung von Provisionen die Beratungsleistung nicht negativ beeinflusse und ein guter Berater stets das für den Kunden beste Produkt auswähle. ?Insbesondere Kunden, die liquide bleiben wollen und nicht sofort 800 Euro oder mehr zahlen können, sind vom Provisionssystem überzeugt?, sagt Bergsiek.Hintergrund: Die QFZ ist im Juni 2007 ins Leben gerufen worden und wird sich künftig als Stiftung und Co. KG präsentieren (cash-online berichtete hier). Zu den Zielen der Organisationen gehört es, im Dialog mit Experten und Vertretern der Finanzdienstleistungsbranche Zulassungskriterien und Ausbildungsinhalte zu erarbeiten sowie Hochschulabsolventen mit der Vergabe von Stipendien bei Veröffentlichungen von Diplomarbeiten und Dissertationen zu unterstützen. (aks)

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Niedrigzins und neue Produktideen

Die Altersvorsorge befindet sich im Umbruch, diverse neue Produkte drängen auf den Markt. Auch die Gothaer hat ihr Portfolio überarbeitet und ist mit einem neuen Angebot gestartet. Am Anfang der Produktentwicklung stand eine umfangreiche Marktanalyse.

Gastbeitrag von Michael Kurtenbach, Gothaer Leben

mehr ...

Immobilien

Vonovia vereinbart Kooperation mit französischer Groupe SNI

Der Immobilienkonzern Vonovia und sein französisches Pendant, die Groupe SNI, haben vereinbart, zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen wollen gemeinsam nach Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten suchen.

mehr ...

Investmentfonds

George Soros überträgt Großteil seines Vermögens an eigene Stiftung

Der Finanzinvestor George Soros hat einen Großteil seines Vermögens seine Stiftung Open Society übertragen, die damit zur zweitgrößten Stiftung in den USA wurde. Nur die Bill & Melinda Gates Foundation verfügt noch über mehr Kapital.

mehr ...

Berater

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Capital Stage baut institutionelles Erneuerbare-Energien-Portfolio aus

Die innerhalb der Capital Stage Gruppe auf das Asset-Management-Geschäft für institutionelle Anleger spezialisierte Chorus Clean Energy AG hat für einen von ihr gemanagten Luxemburger Spezialfonds weitere Solar- und Windparks in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 20 MW erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...