Allianz: Bankprojekt verzögert sich

Der Münchner Allianz-Konzern verschiebt sein Comeback im deutschen Bankgeschäft nach dem Verkauf der Dresdner Bank um zwei Monate. Der Grund für die Verzögerung liegt in einem veränderten Vorgehen bei der Überleitung der Kunden, die die Allianz-Vertreter in den vergangenen Jahren an die Dresdner Bank vermittelt haben, heißt es in der entsprechenden Mitteilung.

Das bedeutet, die rund eine Million Kunden können nun doch mitentscheiden, ob sie zur neu entstehenden Allianz Bank wechseln wollen. Zunächst war geplant, die Verträge einfach zu überschreiben. Die Allianz Bank startet deshalb als Zweigniederlassung der Oldenburgischen Landesbank (OLB), an der die Allianz 90 Prozent hält, nicht wie geplant Ende März, sondern erst am 2. Juni.

Hintergrund: Nachdem die Allianz ihre Finanztochter Dresdner im Herbst an die Commerzbank veräußerte, weigerte sie sich, die über ihre 10.000 eigenen Versicherungsvertreter akquirierten Kunden ziehen zu lassen. Mittlerweile betreibt die Allianz 130 eigene Bankagenturen und setzt auf die OLB. Über diese werden Girokonten, Geldanlagen oder Ratenkredite vertrieben. (hb)

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