Ex-Brenneisen-Vorstand Norbert Hanf begeht Selbstmord

Norbert Hanf (52) ist tot. Wie cash-online erfuhr, hat der ehemalige Vorstand des Wieslocher Vertriebs-Pools Brenneisen Capital AG sich bereits an diesem Montag das Leben genommen. Über die Hintergründe ist bislang nichts bekannt. Hanf hinterlässt vier Kinder aus zwei Ehen.

Hanf ist zusammen mit seinem Kollegen Andreas Wolf Anfang Februar dieses Jahres von seinem Amt als Vorstand entbunden worden. Manfred Brenneisen, Gründer und Vorstand von Brenneisen Capital in einer Stellungnahme dazu: ?Es gibt Gründe und mehrere handfeste Fakten für die Entbindung von Herrn Hanf und Herrn Wolf, die wir in der jetzigen Situation jedoch nicht an die Öffentlichkeit tragen wollen.?

Brenneisen Capital durchläuft turbulente Zeiten

Weiter betont Brenneisen: ?Bezüglich der gezielt gestreuten Gerüchte beziehungsweise Desinformationen über unsere wirtschaftliche Situation, darf ich Ihnen mitteilen, dass diese ganz bewusst von bestimmten Kreisen in Umlauf gebracht wurden, um uns zu schädigen. Festzuhalten ist, dass im Hintergrund ein Komplott gelaufen ist, mit dem Ziel, sich das Unternehmen in ?Heuschreckenart? unter den Nagel zu reißen.?

Über den Selbstmord von Hanf äußerte sich Brenneisen gegenüber cash-online schockiert: ?Bei allem Dissens, den wir in letzter Zeit hatten, haben Herr Hanf und ich viele Jahre gut zusammengearbeitet. Sein Tod trifft uns sehr und wir sind voller Mitgefühl für seine Familie.?

Einen möglichen Zusammenhang zwischen der geschäftlichen Trennung von Hanf schließt Brenneisen aus. Dies könne kein Auslöser für einen Freitod sein.

Schlechtestes Jahr der Unternehmensgeschichte

Das Geschäftsjahr 2008 war für Brenneisen Capital eigenen Angaben zufolge das schlechteste der Unternehmensgeschichte. Die Vertriebsgesellschaft werde dennoch mit einem Bilanzgewinn von voraussichtlich 300.000 Euro und einem Eigenkapital in Höhe von 1,3 Millionen Euro abschließen können. (aks)

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