Exklusiv: Auch SEB-Bank schließt mobilen Vertrieb

Nach der Nürnberger Direktbank Cortal Consors ist jetzt auch beim Bankinstitut SEB Deutschland Schluss mit dem mobilen Vertrieb. Eingestellt wird der Vertrieb per sofort.

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Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber cash-online, dass man sich entschlossen habe, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Dies sei traditionell der bundesweite Filialvertrieb und das Direktgeschäft über das Internet.

Die Entscheidung sei unterdessen nicht adhoc gefallen, sondern SEB habe das gesamte Privatkundengeschäft auf den Prüfstand gestellt, zu dem auch der mobile Vertrieb gehört. Des Weiteren bestätigte der Sprecher, dass die 70 Berater freigestellt werden.

Konzentration auf Kerngeschäfte

Die SEB ist unterdessen nicht das erste Geldinstitut, das seinen mobilen Beratern den Laufpass gibt. Mitte Juli dieses Jahres hatte Cortal Consors sich entschlossen, den Vertrieb einzustellen. Die Begründung ähnelt der der SEB: Die Bank will sich in Zukunft auf das Direktgeschäft konzentrieren.

Die Cortal-Consors-Berater hatten hingegen gegenüber den SEB-Beratern den Vorteil, Unterstützung bei der Suche nach einem Haftungsdach oder dem Aufbau eines eigenen Schutzschirms seitens des Geldhauses zu bekommen – mit Erfolg: Der Großteil der Berater wurde über das Unternehmen Vermögensberatung Select an die Münchener Efonds Gruppe angebunden.

Seitens der SEB, die seit Anfang 2006 über einen mobilen Vertrieb verfügte, ist ein solcher Weg nicht vorgesehen. Der Unternehmenssprecher sagte auf Nachfrage von cash-online, dass Personalgespräche geführt würden. Im Fall der SEB handele sich es allerdings um andere Bedingungen als bei den Beratern der Direktbank Cortal Consors. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. (ks)

Foto: Shutterstock

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