Anzeige
6. Juli 2010, 11:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bonnfinanz-Vorstand: “Finanzwissen der Bürger verbessern”

Die Diskussionen um regulatorische Maßnahmen halten weiter an. Warum Bonnfinanz-Chef Michael Rentmeister gegen mehr gesetzliche Regelungen ist und warum er meint, dass das Finanzwissen der Bürger verbessert werden muss, hat er Cash. im Interview erklärt.

Michael-Rentmeister-Bonnfinanz in Bonnfinanz-Vorstand: Finanzwissen der Bürger verbessern

Cash.: Warum schalten Sie sich jetzt in die Diskussion um die Regulierung des Finanzvertriebs ein?

Rentmeister: Weil es eine gute Finanzberatung, die nur die Qualität für den Endverbraucher in idealtypischer Weise in den Vordergrund stellt, nicht gibt. Es gibt nur dann eine gute Beratung, wenn es auch Menschen gibt, die das verantwortungsvoll machen. Die aber selbst auch Perspektiven und eine Existenzsicherung haben. Ansonsten laufen wir in Deutschland in ein dramatisches Problem hinein, was jetzt unter dem Deckmäntelchen des Verbraucherschutzes in einer völlig unzureichenden Form diskutiert wird.

Cash.: Was muss da Ihrer Meinung nach genau diskutiert werden?

Rentmeister: Vielfach wird uns mangelhafte Beratungsqualität vorgeworfen, wo es am Ende hieß, der Kunde wusste gar nicht, was er tut. Das ist immer das einfachste Argument. Wenn einer sich aus seinen vertraglichen Pflichten zurückziehen will, dann ist es heute definitiv so, egal ob Bank-, Finanzdienstleister oder Versicherungsberater, ich stelle mich einfach hin und sage, das habe ich nicht verstanden. Ich möchte, dass wir über all diese Dinge auch einmal reden können.

Cash.: Sie sind zudem gegen mehr gesetzliche Regelungen…

Rentmeister: Im Koalitionsvertrag steht, dass die Anlageberatung so geregelt werden soll wie die Versicherungsvermittlung. Wenn man das tun würde, dann braucht man nichts weiter zu regeln.

Cash.: Sie fordern Werthaltigkeit der Anbieterpluralität. Erklären Sie das doch bitte.

Rentmeister: Wir glauben, dass es sich bewährt hat, dass es Makler, Finanzvertriebe und Honorarberatung gibt. Wenn jeder dann noch eindeutig sagt, auf wessen Seite er steht und was er dafür bekommt, dann halten wir das für einen wichtigen Schritt. Und wir glauben auch, dass die unternehmerische Gestaltungsfreiheit, auf deren Basis jeder sein Unternehmen aufbaut, erhalten bleiben muss, weil diese im Wettbewerb qualitätssichernd ist.

Cash.: Zudem sollte Ihrer Meinung nach das Bildungsniveau zum Thema Finanzdienstleis­tung verbessert werden. Wie lauten Ihre Ideen zur Umsetzung?

Seite 2: Wie Rentmeister das Bildungsniveau der Bürger verbessern will

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. […] Cash: Bonnfinanz-Vorstand: “Finanzwissen der Bürger verbessern” […]

    Pingback von Kleine Presseschau vom 6. Juli 2010 | Die Börsenblogger — 6. Juli 2010 @ 12:32

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...