22. März 2010, 11:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DVAG-Erlöse schrumpfen um zehn Prozent – Pohl weiter Vorstandschef

Der Allfinanzdienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat nach Zuwächsen von 22 Prozent in 2008 im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 ordentlich Federn lassen müssen. So fielen die Provisionserlöse des Branchenprimus um 10,4 Prozent von 1.224,3 Millionen Euro auf 1.097 Millionen Euro.

R Ckgang-127x150 in DVAG-Erlöse schrumpfen um zehn Prozent – Pohl weiter VorstandschefIm Gleichschritt mit den Gesamterlösen schrumpfte bei den Frankfurtern auch der Jahresüberschuss, der um 6,8 Prozent auf 138,8 Millionen Euro (2008: 149 Millionen Euro) sank. Der Gewinn vor Steuern beträgt 217,3 Millionen Euro (minus 6,8 Prozent).

Trotz der Rückgänge verkündete Gründer und Vorstandschef Professor Dr. Reinfried Pohl, das „zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte“ erzielt zu haben. Der Jahresüberschuss liege „trotz eines leichten Rückgangs um 6,8 Prozent weitaus höher als bei allen anderen relevanten Wettbewerbern in der Branche zusammen“, so Pohl weiter.

Der Gesamtbestand in den Sparten Lebensversicherung, Bausparen, Baudarlehen und Investmentanlagen unter Berücksichtigung der Beiträge in den sonstigen Versicherungen konnte um 2,9 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro Gesamtvolumen ausgebaut werden.

Beim Neugeschäft hingegen mussten in den Sparten Lebensversicherungen (minus 6,6 Prozent), Investment (minus 26,4 Prozent) und Baufinanzierung (minus 4,4 Prozent) Rückgänge hingenommen werden. Nur in den Sparten Bausparen und Versicherungen konnten die Frankfurter mit 12,6 beziehungsweise sechs Prozent zulegen. Anteil an den Zuwächsen in der zuletzt genannten Sparte hatten unter anderem rund 155.000 neu vermittelte Riester-Verträge sowie das Neugeschäft im Bereich Krankenversicherung (plus 14,5 Prozent) und das der Sachversicherungen (plus 15,8 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2009 konnte DVAG eigenen Angaben zufolge 300.000 Neukunden gewinnen. Die Gesamtkundenzahl stieg auf 5,4 Millionen (2008: 5,2 Millionen). Die Beraterzahl stieg leicht um ein halbes Prozent von 37.199 auf 37.382. Davon sind rund 43 Prozent hauptberuflich für den Finanzdienstleister tätig.

Um die Zahl der Berater weiter zu erhöhen, hat DVAG die Wachstumsoffensive Columbus gestartet. Im Jahr 2009 wurden nach Unternehmensangaben über 50 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung investiert.

Für die Zukunft fühlt sich das Unternehmen Pohl zufolge „bestens aufgestellt“. Einen Beitrag dazu leisten würden unter anderem die Erhöhung des Grundkapitals um 25 Prozent auf 150 Millionen Euro und die Verlängerung von Pohls Posten als Vorstandvorsitzender um weitere fünf Jahre, heißt es weiter. (ks)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Es ist erfreulich zu sehn das die Kunden sich nicht mehr so leicht von einem Strukki veräppeln lässt sondern lieber eine faire und unabhängige Beratung vorzieht.

    Kommentar von Jan Lanc — 12. April 2011 @ 13:13

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Bankkauffrau, Konditor, Friseur oder Maurerin: Mit dem Schulabschluss in der Tasche beginnt für viele junge Menschen in der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt. Und mit ihm füllt sich meistens zum ersten Mal das eigene Konto. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sparsam mit dem Taschengeld der Eltern sein musste. Doch wie viel Geld verdient man während der Ausbildung eigentlich? Und was tun, wenn das Geld nicht reicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

mehr ...

Immobilien

Renovieren: BGH nimmt Vermieter und Mieter in die Pflicht

Langjährige Mieter können ihren Vermieter zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich der Zustand der Wohnung seit Einzug deutlich verschlechtert hat.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

Wie lange hält Urlaubsanspruch? Richter wenden sich an EuGH

Um über die Dauer von Urlaubsansprüchen bei Arbeitnehmern mit Langzeitkrankheit urteilen zu können, hat das Bundesarbeitsgericht den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung gebeten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Weiterbildung in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat das Interesse der Versicherungsvermittler an der Nutzung der Möglichkeiten digitaler Weiterbildung gesteigert, um so sicherzustellen, dass das gesetzliche Pflichtsoll von mindestens 15 Stunden Weiterbildungszeit pro Jahr erfüllt wird. Doch nicht jedes Webinar erfüllt die Voraussetzungen, die für eine Anrechenbarkeit im Rahmen der gesetzlichen Weiterbildungspflicht gefordert sind. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...