Halbjahreszahlen: MLP und OVB tun sich weiter schwer

Die Geschäfte der Finanzvertriebe MLP und OVB laufen weiter schleppend. Während OVB im ersten Halbjahr 2010 schwache Umsätze und einen Ergebniseinbruch hinnehmen musste, verspürt MLP Anzeichen der Erholung und hat zumindest beim Ergebnis deutlich zugelegt.

umsatzwende trendwende turn around

Der Wieslocher Finanzdienstleister MLP konnte seine Gesamterlöse zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 111,6 Millionen Euro steigern. Der Netto-Gewinn betrug im zweiten Quartal 3,1 Millionen Euro, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Verlust von 0,5 Millionen Euro erzielt worden war.

Für das erste Halbjahr 2010 verbucht MLP einen Gesamtumsatz von 232,8 Millionen Euro (plus ein Prozent). Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben vor allem im vierten Quartal eine „deutliche Belebung“ des Geschäfts.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) liegt mit 8,3 Millionen Euro 54 Prozent über dem Vorjahreswert von 5,4 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss beträgt 5,1 Millionen Euro und hat damit ebenfalls deutlich zugelegt (Vorjahreszeitraum: minus 0,4 Millionen Euro).

Die in den Gesamterlösen enthaltenen Provisionserlöse stiegen in den Monaten Januar bis Juni um drei Prozent auf 208,8 Millionen Euro. Vor allem das zweite Quartal trug durch ein Plus von acht Prozent bei den Provisionserlösen einen großen Teil zum Umsatz bei.

In den ersten sechs Monaten konnte MLP 16.000 Neukunden (Vorjahreszeitraum: 15.100) gewinnen. Die Gesamtkundenzahl schrumpfte aufgrund von Bestandsabgleichen im ersten Quartal 2010 auf  767.000 (31. Dezember 2009: 785.500), die Beraterzahl beträgt 2.359 (31. Dezember 2009: 2.383).

Für die nächsten Monate rechnet MLP weiter mit „angespannten Rahmenbedingungen“ trotz Aufhellung am Markt. Vom Niveau vor der Finanzkrise sei man noch „ein gutes Stück entfernt“, heißt es. Trotzdem erwartet der Finanzdienstleister vor allem im letzten Quartal des Jahres eine Belebung für das eigene Geschäft. Das Ziel, zehn Millionen Euro Fixkosten zu senken, bleibe weiterhin bestehen.

Auch an den mittelfristigen Zielen halten die Wieslocher fest: So soll bis Ende 2012 die Ebit-Marge auf 15 Prozent gesteigert werden, was einer Verdoppelung aus 2009 entsprechen würde (7,9 Prozent).

Seite 2: Keine Entwarnung bei OVB

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