Anzeige
Anzeige
21. Mai 2010, 18:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Honorarberatung: Im Schatten der Provision

Eine weitere Studie, erstellt im Oktober von der Plattform Honorar Konzept, Göttingen, der Wiesbadener Unternehmensberatung MC4MS und dem Lehrstuhl für Bankbetriebslehre der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, beziffert den Betrag auf durchschnittlich 62,70 Euro. Und es kommt noch dicker. Glaubt man einer im Februar 2010 erstellten Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der Beratungsgesellschaft BBDO Consulting, München, so liegt der Betrag, den 80 Prozent der Befragten als passend empfinden würden, unter 50 Euro.

Mit guter Ausbildung punkten

Die Honorarberater sind somit gefordert, ihr vertraglich festgelegtes Entgelt entsprechend mit hoher Beratungsqualität dem Kunden gegenüber zu legitimieren. Die Qualität der Beratung sollte, wie auch bei Vermittlern der Provisionsberatung, mit einer guten Ausbildung untermauert werden. „Die aktuellen Vorschläge sehen eine Pflichtqualifikation analog der bei Versicherungsvermittlern vor. Dies kann dann ein IHK-Abschluss sein, oder eine einschlägige Fortbildung wie der Certified Financial Planner (CFP) oder der Certified Financial Manager der DVFA“, sagt Dr. Peter König, Geschäftsführer der DVFA, dem Berufsverband der Investment Professionals.

Schreiben-schmal2 in Honorarberatung: Im Schatten der Provision

Zum „Geprüften Honorarberater (IFH)“ können sich Interessierte seit Januar 2010 am Institut Honorarberatung (IFH), Amberg, ausbilden lassen. Das IFH ist eine Tochter des Verbundes Deutscher Honorarberater (VDH) und wurde Anfang September 2009 gegründet. Zielgruppe der drei Monate dauernden Ausbildung sind angehende oder bereits aktive Honorarberater. Der Lehrgang, der in Zusammenarbeit mit dem Seminaranbieter Tutor Consult, Neumüns­ter, durchgeführt wird, baut auf Vorqualifikationen wie beispielsweise dem Certified Financial Planner oder dem Fachwirt für Finanzberatung auf.

Wer auf dem Markt mitmischt

Wie steht es um das Engagement der Versicherer, sich mit geeigneten Produkten auseinanderzusetzen? Vergangenen Sommer befragte Cash. 37 der umsatzstärks­ten deutschen Versicherungsunternehmen. Knapp 76 Prozent haben sich an der Umfrage beteiligt. Das Ergebnis: Ein Großteil der Versicherer lehnte das Modell der Honorarberatung ab. Auf die Frage, ob sie planen, Nettotarife (in der Befragung definiert als Tarif ohne Abschlusskosten und Provisionen) an­zubieten, antworteten 87 Prozent mit Nein.

Lesen Sie auf Seite 3, wer in der Produktwelt mitmischt

Weiter lesen: 1 2 3 4 5

Anzeige

2 Kommentare

  1. 1.653 Personen haben die Petition unterzeichnet??? Das ist ja die absolute Lachnummer bei dem Werbeaufwand. Hat nicht Quirin schon etwas mehr Kunden (und Mitabeiter)…

    Kommentar von glorybox — 26. Mai 2010 @ 21:46

  2. Das mag für viele ein Thema der Weltanschauung sein, aber Honorar ist offen und Provision ist verdeckt. Wenn die Provision dem Kunden in voller Höhe angezeigt wird, ist der Effekt der gleiche. Privat ist mir eine Honorarberatung lieber, da ich das Gefühl habe nicht auf ein provisionsreiches Produkt “gesungen” zu werden. Außerdem gibt es Produkte, die keine Provision zahlen. Das kenne ich aus meinem Bereich. Bei staatlichen Zuschüssen für Gewerbeinvestitionen zahlt der Staat auch keine Provision, aber die Einsparung für das Unternehmen ist zwischen 25 und 60 Prozent der Investition. So bleibt nur das Honorar vom Kunden.

    Mit förderlichen Grüßen
    Michael D. G. Wandt

    Kommentar von Subventionslotse — 21. Mai 2010 @ 19:52

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds


Ab dem 22. Juni im Handel erhältlich.

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Versicherungen

Ideal: Westkamp führt den Aufsichtsrat

Michael Westkamp (67), der frühere Vorstandsvorsitzende der Aachen Münchener Versicherungsgruppe, ist zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Ideal Lebensversicherung a.G. und der Ideal Versicherung AG gewählt worden.

mehr ...

Immobilien

Entscheidung im Streit um Kündigungsklausel verschoben

Nach der heutigen Verhandlung im Streit um die Kündigungsklausel in Bausparverträgen kündigte das Landgericht Karlsruhe ein Urteil im Spätsommer an. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Bausparkasse Badenia. Verfahren gegen weitere Institute stehen noch an.

mehr ...

Investmentfonds

M&G will Vermögen nicht-britischer Kunden auf Luxemburger Fonds übertragen

Der Brexit sorgt für erste Maßnahmen der Fondsgesellschaft M&G Investments. Das Unternehmen plant, bis Ende 2017 die Vermögenswerte von vier in Großbritannien domizilierten offenen Fonds auf äquivalente Fonds seiner luxemburgischen Fondsplattform zu übertragen.

mehr ...

Berater

“Bei BU-Policen ist verstärkte Aufklärungsarbeit notwendig”

Cash. sprach mit Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherung, über das Problem der Bezahlbarkeit von BU-Policen und Strategien für eine größere Marktdurchdringung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Das Erbe des BSI

Der Sachwerteverband BSI wird in den Immobilienverband ZIA integriert und aufgelöst. Der langjährige Hauptgeschäftsführer Eric Romba hört auf. Was bleibt vom BSI? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

BU-Anzeigeverletzung: Die Grenzen der Offenbarungspflicht

“Die weitgefasste Pflicht zur Offenbarung von Gesundheitsbeeinträchtigungen findet ihre Grenze bei Erkrankungen, die offenkundig belanglos sind”, schreibt das OLG Dresden in einem Urteil, bei dem ein Versicherer wegen Anzeigeverletzung von einem BU-Vertrag zurücktreten wollte.

mehr ...