18. März 2010, 19:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IHK: “Berufsbild Honorarberater rechtlich verankern”

In einem Positionspapier hat ein Arbeitskreis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main jetzt seine Vorstellungen zum Thema Honorarberatung dargelegt. Im Fokus steht dabei unter anderem die Schaffung eines Berufsbildes „unabhängiger Finanzberater“ sowie damit einhergehend die rechtliche Verankerung.

Papier-127x150 in IHK: Berufsbild Honorarberater rechtlich verankern„Die aktuelle Diskussion um die verschiedenen Vergütungsmodelle ist nicht zielführend. Vielmehr sollte dafür Sorge getragen werden, verlässliche gesetzliche Grundlagen für die Honorarberatung zu schaffen“, sagte Richard Pfefferkorn, Vorsitzender des Ausschusses Finanzdienstleistungen, dem der Arbeitskreis angehört. Honorar- und Provisionsberatung dürften dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das Bundesverbraucherschutzministerium sei aufgefordert, auf schnellstem Wege Regelungen zu erlassen, so Pfefferkorn weiter.

Vier Kernthesen hat der Arbeitskreis der IHK formuliert: Erstens die bereits genannte Schaffung und rechtliche Regelung des Berufsbildes „unabhängiger Finanzberater“. Zweitens ein Verbot der Provisionsannahme, das heißt, der Berater soll keine Provision für die Vermittlung von Produkten kassieren dürfen, wenn er als Honorarberater arbeitet.

Geht es nach den Vorstellungen der dem Arbeitskreis angehörigen Finanzexperten sollen drittens Gebührenordnungen analog zu freien Berufen wie bei Steuerberatern oder Rechtsanwälten geschaffen werden. Viertens müssten Zulassungsvoraussetzungen definiert werden, die Mindestqualifikation und Registrierungspflichten beinhalten.

Des Weiteren müsse der unabhängige Berater die Haftungsverantwortung seiner Empfehlungen übernehmen und dementsprechend über eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung verfügen, heißt es weiter. (ks)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Warum alles gesetzlich regeln? Es wird so getan, als ob es nicht bereits einen Markt für Verbraucherschutzinformationen gäbe!

    Kommentar von Alexander Fürstenberg — 24. März 2010 @ 12:28

Ihre Meinung



 

Versicherungen

80 Prozent: Leistungsquote in der BU gestiegen

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Leistungsquotenstatistik in der Berufsunfähigkeitsversicherung veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr verkürzte sich die Bearbeitungszeit von 110 auf 106 Tage. Insgesamt wurden 80 Prozent aller Anträge bewilligt, nach 79 Prozent ein Jahr zuvor.

mehr ...

Immobilien

Verlängertes Baukindergeld ist eines der bekanntesten Fördermittel

Zwei Jahre nach Einführung zeigt eine aktuelle Studie: Das Baukindergeld gehört zu den bekanntesten Fördermitteln in Deutschland. Laut einer repräsentativen Erhebung von Statista im Auftrag der Interhyp AG kennen 59 Prozent der Deutschen das Baukindergeld, für das der Förderzeitraum gerade um drei Monate bis Ende März 2021 aufgrund der Corona-Pandemie verlängert wurde.

mehr ...

Investmentfonds

Nachhaltiges Investieren: Versicherer auf Kurs?

Die Integration von ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance) bei der Kapitalanlage deutscher Versicherungsunternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dies geht aus einer aktuellen Studie des europäischen Assetmanagers Candriam und der Versicherungsforen Leipzig hervor. Was die größten Herausforderungen beim Thema ESG sind.

mehr ...

Berater

Finanzstark ins digitale Zeitalter

Home-Office, Online-Handel, E-Business – nur einige Begriffe, die für den fundamentalen Wandel in der Unternehmenslandschaft stehen. Ein Wandel, der zwar schon vor Corona begann, aber durch die Pandemie eine neue Dynamik erreicht hat. Gastbeitrag von Dirk Oliver Haller, DFT Deutsche Finetrading 

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...