Anzeige
Anzeige
25. Januar 2011, 10:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Registerpflicht: Regierung legt Bankberater an die Kette

Alle Einwände der Kreditwirtschaft haben offenbar nichts genützt: Medienberichten zufolge müssen sich Bankberater in Deutschland künftig registrieren lassen. Allerdings sollen Pflichtmeldungen über Filialwechsel von Beratern und Sachkundenachweis entfallen.

Bankberater-Kette- in Registerpflicht: Regierung legt Bankberater an die Kette

Auf die Registrierungspflicht haben sich die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und FDP in ihren Verhandlungen über den Anlegerschutz verständigt, berichten die Nachrichtenagentur “AFP” und das “Handelsblatt” übereinstimmend. Ziel sei es, “problematische Strukturen” in der Bankberatung zu erkennen, wie ein Unionsfraktions-Sprecher gegenüber der Agentur sagte. Auch könnten die Wechsel problematischer Berater zu anderen Banken dann verfolgt werden.

Das zentrale Beraterregister soll den Berichten zufolge die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) führen. Banken müssen ihre Berater dort allerdings nur einmal anmelden und nicht, wie ursprünglich geplant, jeden Filialwechsel angeben. Dem Handelsblatt zufolge wurden die Regulierungspläne auch dahingehend aufgeweicht, dass ein Sachkundenachweis für die beschäftigten Berater entfällt.

Für die Bankenlobby ist der Beschluss der Koalition dennoch ein Schlag ins Kontor. Die Verbände der Kreditwirtschaft hatten sich in den letzten Wochen vehement gegen die Pläne der Bundesregierung gewehrt.

Vergangene Woche hatten der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Darin lehnten sie es nachdrücklich ab, die rund 300.000 Kundenberater in der Kreditwirtschaft bei der Bafin registrieren und kontrollieren zu lassen. Bereits im November hat der Bundesverband deutscher Banken (BdB) sich zur Registerpflicht ablehnend geäußert.

Die Registrierungspflicht ist Teil des seit Monaten diskutierten Anlegerschutzgesetzes, in dem unter anderem auch die Pflicht zur Herausgabe eines Produktinformationsblattes verankert werden soll. (ks)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Was soll das bringen? Ausser Spesen nichts gewesen!

    Kommentar von masterofdesater — 25. Januar 2011 @ 15:19

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

“Jamaika als Ehe auf Gedeih, aber nicht auf Verderb”

Auf die Bundestagswahl folgten erwartungsgemäß einige Wochen verbaler Auseinandersetzungen zwischen den drei Parteien der zu erwartenden Regierungskoalition. Bei vielen Themen existieren jedoch Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die Weirich-Kolumne

mehr ...

Immobilien

CDU will Mietpreisbremse auslaufen lassen

Die CDU will sich einem Zeitungsbericht zufolge von der Mietpreisbremse verabschieden. Ziel sei es, sich bei Gesprächen über eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP auf ein Auslaufen der Mietpreisbremse im Jahr 2020 zu verständigen, berichten die “Stuttgarter Nachrichten” unter Berufung auf Unionskreise.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...