Ergo steht vor Vertriebsumbau

Die Ergo Versicherungsgruppe aus Düsseldorf plant Medienberichten zufolge, ihre Konzern-Vertriebseinheiten auf zwei oder gar eine zu reduzieren. Dies habe auch einen Abbau von Arbeitsplätzen zufolge. Konkrete Ergebnisse sollen Mitte Mai vorgestellt werden.

Ergo-Hauptsitz in Düsseldorf
Ergo-Hauptsitz in Düsseldorf

Einem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge kündigte der Ergo-Vorstand die Sicherungsvereinbarungen zum Jahresende. Dadurch drohe den Beschäftigten ein Stellenabbau. Das Magazin zitierte einen Konzerninsider, wonach die Sanierungsrunde die Dimension von 2008 erreichen werde. Das Einsparvolumen betrug damals rund 180 Millionen Euro und kostete 1800 Arbeitsplätze. Eine Ergo-Sprecherin dementierte allerdings die genannte Größenordnung gegenüber der „Financial Times Deutschland“: Ähnliche Größen ständen heute nicht zur Debatte.

Über die Details des Programms werde derzeit noch diskutiert, konkrete Zahlen sollen Mitte Mai präsentiert werden, berichtet das „Manager Magazin“ weiter. Anschließend – spätestens im Sommer – soll dann mit den Betriebsräten über Standortschließungen und Jobabbau verhandelt werden.

Länger bekannt ist, dass die von Vertriebsvorstand Rolf Wiswesser eingesetzten Projektgruppen, die bestehenden Vertriebseinheiten auf den Prüftstand gestellt haben. Darunter fällt vor allem der krisengeschüttelte Strukturvertrieb Ergo Pro, ehemals HMI. Weitere Vertriebseinheiten bilden die einst unter den Namen Hamburg-Mannheimer und Victoria agierenden Vertreterorganisationen, die heute als Ergo auftreten, aber bislang noch organisatorisch eigenständig sind sowie der Ergo-Krankenversicherer DKV und die Rechtsschutz-Tochter DAS. (lk)

Foto: Ergo

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