Anzeige
22. September 2014, 09:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Korrektur eines Sündenfalls – die Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit

In dieser Woche beginnen die Verhandlungen der von der Großen Koalition einberufenen Kommission zur Flexibilisierung der Renten-Regelaltersgrenze. Starre Hinzuverdienstgrenzen bei einer Weiterbeschäftigung im Alter schaffen bisher wenig Anreize. Das soll sich ändern.

Die Weirich-Kolumne

Frührente

Bei den Beratungen über Flexibilisierung werden die Sozialabgaben für arbeitende Rentner ein zentraler Streitpunkt sein.

Gelingt es, einen “ordnungspolitischen Sündenfall” – so Hans Michelbach, Chef der Mittelstandsvereinigung der Christsozialen – über  die abschlagsfreie Rente mit 63 durch eine attraktive Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit wenigstens zu korrigieren?

Diese Erwartung haben Arbeitgeber und der Wirtschaftsflügel der Union an die ab dieser Woche zusammenkommende Kommission der Großen Koalition zur Flexibilisierung der Regelaltersgrenze. Der Rente mit 63 hatten die Mittelständler aus der größeren Regierungsfraktion nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es auch auf diesem Feld zu liberaleren Regelungen komme.

Kaum Anreize zur Weiterarbeit

Zwar gibt es schon heute die Möglichkeit von Teilrenten vor der Altersgrenze und der Weiterbeschäftigung als Rentner, doch starre Hinzuverdienstgrenzen schaffen wenig Anziehungskraft. Das soll sich ändern.

Bis Ende des Jahres soll ein gemeinsamer, im Bundestag beratungsfähiger Entwurf vorliegen. Die Vorstellungen der beiden Koalitionspartner liegen noch weit auseinander. Die Kommission wird die Sozialpartner hören und in ihre Positionen einzubinden versuchen.

Ein schwerer Fehler

Dass die Rente mit 63 ein schwerer Fehler war und man die zwei bis drei Milliarden pro Jahr besser für dringend notwendige öffentliche Infrastruktur-Investitionen zur Verbesserung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben hätte, dämmert immer mehr politischen Entscheidern.

Die Frühverrentungswelle rollt, viele Betriebe klagen über den Abgang hochqualifizierter Mitarbeiter, der Fachkräftemangel verschärft sich, Experten rechnen damit, dass in diesem Jahr 240 000 Versicherte Anspruch auf vorzeitige Rente haben.

Seite zwei: Überschüsse und Übermut

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

“Silver Surfer” erobern das WorldWideWeb

Die Digitalisierung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “D21-Digital-Index 2018 / 2019”, die die Initiative D21 heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentiert.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Schwankende Coins an Gold binden

Seit jeher suchen Menschen Stabilität. Bei Währungen, der Basis unseres Wirtschafts- und sozialen Lebens ist dies nicht anders. Das hart verdiente und ersparte Geld soll nicht durch Inflation oder andere Unwägbarkeiten entwertet werden.

Gastbeitrag von Harald Seiz, Karatbars International GmbH

mehr ...

Berater

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...