25. August 2014, 12:05
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Finanzprodukte: Standardisierung schafft Transparenz

Selbst bei relativ aufwändig zu bewertenden Dienstleistungsbetrieben – beispielsweise bei Restaurants – lässt sich so die Qualität über die Transparenz deutlich erhöhen. Eine solche Einordnung in einem Gesamtangebotsspektrum ist für den Verbraucher sehr eingängig und schafft einen stabilen Bezugsrahmen, in dem er seine Auswahl treffen kann.

Einfache Kennzahlen

Die Argumente für einheitliche Klassifikationsstandards lassen sich ganz unmittelbar auf Finanzprodukte übertragen. Bei Finanzprodukten sollten die Produktklassifizierungen – anders als bei klassischen Ratings und Qualitätsurteilen (Beispiel Restaurantführer) – auf Basis methodisch ausgeklügelter Verfahren und quantitativer Kennzahlen erstellt werden.

So kann das Risiko verschiedener Finanzprodukte, seien es nun Aktien, Anleihen, Fonds oder Zertifikate, in die Klassen 1 bis 5 eingeordnet werden. Das Kennzahlenspektrum lässt sich ohne Probleme um weitere Dimensionen wie die Liquidität erweitern, mit dem Ziel, alle wesentlichen Kriterien für private Anlageentscheidungen durch einfache Kennzahlen auszudrücken.

Klassifizierungen für ganze Portfolios

Grundsätzlich können solche Klassifizierungen nicht nur für einzelne Produkte, sondern auch für ganze Portfolios berechnet werden. Ein solches System erlaubt auch die Abbildung der Anlegerpräferenzen und Bedürfnisse und bringt diese mit den entscheidungsrelevanten Eigenschaften von Produkten und Portfolios in einer für den Verbraucher verständlichen Form auf einen Nenner.

So entstehen Standards, an denen sich auch weniger interessierte oder versierte Kunden orientieren können. Manch einer mag nun einwenden, dass solche Kennzahlen viel zu simpel seien, um die in der Realität vorhandenen Bedürfnisse und Wünsche wie auch die Produkteigenschaften adäquat zu erfassen.

Dem ist entgegenzuhalten: Selbst wenn das Ergebnis einfach und intuitiv ist – was es zwangsläufig sein muss, wenn der Verbraucher damit sicher umgehen soll – können Herleitung und Berechnung durchaus komplex sein.

Abbildung von Kundenpräferenzen

Ein Klassifizierungssystem für Finanzprodukte basiert beispielsweise auf finanzmathematischen Modellen und anspruchsvollen Produktbewertungen. Auch die Abbildung der Kundenpräferenzen im Kennzahlensystem kann sehr anspruchsvoll sein.

Seite drei: Berater schafft Differenzierung

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