6. Oktober 2016, 09:30
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Unabhängig an der Spitze

“Wir legen größten Wert auf unsere Unabhängigkeit, verzichten deshalb ausdrücklich auf eine eigene Vermögensverwaltung, um Interessenkonflikte von vornherein zu vermeiden”, erklärt Spudy. Kritiker monieren zudem, dass auch bei Vermögensverwaltungen, die Family-Office-Dienstleistungen anbieten, Interessenkonflikte bestehen. Das sehen die betreffenden Unternehmen naturgemäß anders.

Hauseigene Vermögensverwaltung als Vorteil

“Ich kann keinen grundsätzlichen Interessenkonflikt erkennen, solange die Dienstleistungen Family Office und Vermögensverwaltung getrennt in einem Haus geführt werden und dies auch vertraglich gegenüber dem Kunden geregelt ist”, meint Andreas Rhein, Vorstand des Frankfurter Family Office Focam. Mandanten müssten sich selbstverständlich entscheiden, ob sie als Family-Office- oder Vermögensverwaltungs-Kunde gesehen werden möchten. Die Verknüpfung könne sogar Vorteile bieten.

“Family-Office-Mandanten können beispielsweise im liquiden Bereich sehr vom Know-how aus dem Portfoliomanagement im Wertpapiersektor profitieren. Zudem ist die Relativierung einer Managerleistung sehr viel besser möglich”, so Rhein. Auch das Bad Homburger Family Office Feri sieht in der Nähe zur hauseigenen Vermögensverwaltung eher Vor- als Nachteil. “Unser Anspruch ist die Vermeidung jeglicher Interessenkonflikte.

Unabhängigkeit als wichtigstes Asset

Feri versteht sich sowohl als vermögensverwaltendes als auch beratendes Family Office. Wir sehen das als die moderne Form des Family Office an, sozusagen als Family Office 2.0″, erläutert Frank W. Straatmann, Vorstand der Feri-Gruppe. Viele Dienstleistungen biete Feri modular an. “Deshalb werden wir neben der vollumfassenden Family Office Beratung auch als Spezialisten für bestimmte Fragestellungen – etwa strategische Asset Allocation oder Vermögensschutz – hinzugezogen”, so Straatmann.

Die finale Entscheidung, ob er das Family Office in Spezialfällen auch mit der Vermögensverwaltung beauftragt, treffe der Kunde. Die Mandanten müssen letztendlich auch entscheiden, welchem Family-Office-Konzept – ob bankennah, an die Vermögensverwaltung angegliedert oder inhabergeführt – sie ihr Vertrauen schenken, denn das ist neben der Unabhängigkeit das wichtigste Asset der Family Offices. (jb)

Foto: Anna Mutter

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