14. Juli 2016, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanzberatung muss angemessen vergütet werden

Das konsequente Engagement im Betreuungsprozess zahlt sich dann für den Berater langfristig aus. Denn bei laufenden Verträgen verteilt sich die Gewinnbeteiligung über die gesamte Laufzeit und sichert – auch in umsatzärmeren Phasen – ein stabiles Einkommen. Im Fokus sollte auf lange Sicht gesehen die Erhöhung der Kundenzufriedenheit stehen, so wie es bei unseren Endkundenvertrieben auch schon mit der sogenannten “Customer Centricity”-Ausrichtung ein ganz essentieller und in der Praxis gelebter Ansatz ist.

Eine gute Finanz- und Vorsorgeberatung, die die individuelle Situation des Kunden im Auge behält und im besten Fall über Jahrzehnte begleitet, schafft ein verbindendes Vertrauensverhältnis, das sich nicht nur in geringen Stornoquoten bei abgeschlossen Verträgen, sondern auch hohen qualifizierten Weiterempfehlungsraten niederschlägt. Die Empfehlung kann nur lauten: Arbeiten Sie im Einklang mit dem Kunden, damit dieser ein längeres, selbstbestimmtes Leben genießen kann!

Potenzial der Bestandsbetreuung konsequenter nutzen

Der sich abzeichnende Paradigmenwechsel bei den Vergütungsmodellen hin zur Bestandsprovision verändert auch die Struktur im Versicherungsvertrieb. Ein hoher Qualitätsanspruch im Beratungs- und Betreuungsprozess und mehr Transparenz fordern die bestmögliche Qualifikation für Finanzberater.

In Sachen Bestandsfestigkeit und -wachstum ist noch großes Potenzial vorhanden. Den regulatorischen Vorgaben und marktwirtschaftlichen Entwicklungen gilt es sich daher proaktiv zu stellen und aus Branchensicht positiv zu nutzen. Wir müssen auf der einen Seite intelligente Vergütungsmodelle, die lebensbegleitende Beratungsqualität fördern, etablieren. Auf der anderen Seite unseren Beratern jetzt und in Zukunft einen attraktiven und standfesten Heimathafen bieten.

Dr. Matthias Wald ist Leiter Endkundenvertriebe bei Swiss Life Deutschland.

Foto: Swiss Life

Weiter lesen: 1 2 3

4 Kommentare

  1. Transparenz ist das Wichtigste bei der Beratung und die ist leider nicht bei jedem Berater gegeben. Oft wird nur aufgrund von höheren Provisionen zu einem anderen, nicht so rentablen Produkt geraten und das macht die Branche im Endeffekt kaputt

    Kommentar von Holger Leimbach — 4. April 2017 @ 08:31

  2. Transparenz in jeder Form der Finanzberatung insbesondere in der Vergütung ist unerlässlich. Lassen wir doch die Verbraucher entscheiden, diese sind mündiger als man denkt. Honorar, AP oder BP, Mischmodelle alles sollte möglich sein und bleiben.

    Kommentar von André Perko — 31. Juli 2016 @ 19:47

  3. Wie man „Proaktiv“ den „Tsunami“ des Beratungsaufwandes für die „Beweislastumkehr“ bei der Geldanlage-/Altersvorsorgeberatung“ für eine betriebswirtschaftlich angemessene Vergütung – sogar mit Alleinstellung – nutzen kann, wird in den eBooks bei mwsbraun.de beschrieben.

    Kommentar von Frank L. Braun — 15. Juli 2016 @ 09:51

  4. Sehr schön ! Genau das ist der richtige Weg.

    Kommentar von Nils Fischer — 14. Juli 2016 @ 12:09

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...