Anzeige
24. Oktober 2016, 09:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Stressprävention: Fünf Tipps gegen den selbstgemachten Druck

Wachsende Kundenansprüche, hohe Arbeitsbelastung, schlechtes Image, mangelnde Wertschätzung – Finanzdienstleister sind häufig starkem Druck ausgesetzt. Das hat Folgen: Immer mehr Finanz- und Versicherungsberater brennen aus. Gastbeitrag von Frank M. Scheelen.

Stressprävention: Fünf Tipps gegen den selbstgemachten Druck

“Finanzberater setzen sich gerne hohe Ziele – und glauben: Wer nicht aufgibt, erreicht alles! Doch auch wenn dies beispielsweise auf Motivationsveranstaltungen gerne gepredigt wird, hat dies eher eine quälende als anspornende Wirkung.”

Laut einer aktuellen Umfrage des Branchendienstes Deutsche-Versicherungsbörse (dvb) fühlen sich 85 Prozent der Mitarbeiter in der Versicherungsbranche durch ihre Arbeit übermäßig belastet. Doch oftmals sind es nicht nur allein die äußeren Umstände, die psychisches Leiden der Finanzdienstleister verursachen. Viele von ihnen machen sich auch selbst Stress, weil sie bestimmte Glaubenssätze verinnerlicht haben: Sei stark! Beeil Dich! Streng Dich an! Sei perfekt! Sei gefällig!

Es handelt sich dabei um früh gelernte Fühl- und Verhaltensmuster, die als emotionale innere Antreiber wirken. Sie machen Druck und nicht selten auch krank. Hilfreich ist, diese Glaubenssätze als eigene Stressmuster zu (er)kennen und ihnen durch einen reflektierten Umgang mit sich selbst Einhalt zu gebieten. Dann ist auf dem Weg zu einer besseren Work-Life-Balance und für den Leistungserhalt schon mal viel gewonnen.

1. Stopp sagen als Stärke erkennen

Bloß keine Schwächen zeigen! Der Glaubenssatz “Sei stark!” ist weit verbreitet im Finanz- und Versicherungsvertrieb. Viele Berater denken, immer Haltung bewahren zu müssen. Sie wollen der Fels in der Brandung sein – auch wenn sie schon lange nicht mehr können.

Um nicht ernsthaft krank zu werden, ist ein Umdenken gefragt: Nicht derjenige ist stark, der immer weiter macht und nichts sagt. Sondern der, der kommuniziert, wenn er seine Belastbarkeitsgrenze erreicht. Stopp sagen zu können ist also die eigentliche Stärke. Denn auszusprechen, wenn etwas zu viel wird, erfordert Mut – und ist ein Zeichen, dass man gut für sich sorgen kann.

2. Kleine Auszeiten dem inneren Stressantreiber entgegensetzen

Viele in der Finanzdienstleistung Tätigen wollen Motor sein, Dinge voranbringen, keine Zeit verschwenden! Sie sind getrieben vom Glaubenssatz “Beeil Dich!” Häufige Folge: Schnell sein wird wichtiger als erfüllt sein. Dinge werden in ewiger Hetze erledigt – auch wenn es gar keine Veranlassung mehr dazu gibt.

Wer diesen inneren Antreiber in sich spürt, sollte kleine Auszeiten als Rituale einführen: sich bewusst täglich kurze Pausen von drei bis fünf Minuten nehmen, die man mit etwas Schönem und Entspannendem füllt – zum Beispiel eine schöne Pflanze betrachten oder im Internet ein Reiseportal öffnen und an exotische Ziele denken und Ähnliches. Auf Dauer gelingt es so, sich allmählich wieder umzuprogrammieren – insbesondere, weil in der Regel klar wird, dass man auch ohne ständige Eile viel erreicht.

Seite zwei: Dem Perfektionismus ein Schnippchen schlagen

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Versicherungstipps: Die erste eigene Wohnung

Wann ist ein Mensch wirklich erwachsen? Mit der Volljährigkeit, einem Job, eigenen Kindern? Die Mehrheit der Bundesbürger sieht das Mieten der ersten eigenen Wohnung als einen der wichtigsten Meilensteine für das Erwachsenwerden.

mehr ...

Immobilien

Streit um Namen an Klingelschildern – Verstoß gegen die DSGVO?

Verstößt das Klingelschild eines Mieters an der Haustür gegen die Datenschutzgrundverordnung? Über diese Frage ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Immobilien-Eigentümerverband Haus & Grund empfiehlt aktuell seinen Mitgliedern, vorsorglich die Namensschilder zu entfernen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...